Sonntag, 3. Januar 2016

Duftkommunikation - ganz praktisch...

Gestern testete mein "Rotpunkttropfen-Kommunikationsanbieter" wieder einmal meine Toleranz- Schmerz-Grenze. Jedes Mal, nach max. 2 min, war er der Meinung ich hätte lange genug telefoniert... Offensichtlich habe ich den Test bestanden, denn am Abend gab er mir wieder Zeit - ohne Limit.
Vielleicht war er ja auch ganz bei der Sache, weil es so spannend war, dieses duftanrüchige Gespräch. Ein Gespräch mit meiner langjährigen, lieben Aroma-Freundin. Ihr Duft-Erlebnis hat mich so begeistert, dass ich es euch, inhaltlich, nicht vorenthalten möchte.
Danke, B., dass ich darüber berichten darf...


Die Situation:
Eine Frau, mit einem komplizierten Armbruch und dem Wissen, dass sie großes Glück im Unglück hatte, suchte etwas zum "Loswerden" der Eindrücke. Operiert und gut verschraubt, stand sie noch unter den Strapazen der letzten Zeit. Sie hatte gehört, dass B. sich u.a. sehr gut mit Ätherischen Ölen (ÄÖ) auskennt und hoffte etwas zu bekommen, was ihr beim "Ausleiten" der Narkose Unterstützung bieten könnte.

B. hörte der Frau zu, schaute sie aufmerksam an und bemerkte, dass die (gewohnte) Klarheit in ihrem  Blick fehlte und auch das Gesicht anders aussah als sonst.  Sie bot ihr auf dem Duftstreifen (DS) einen Hauch NEROLI an.

Citrus × aurantium L.
Die Frau wollte sofort wissen: was das sei und wofür das sei... B. bat die Frau nur nachzuspüren, ob ihr der Duft gefällt, ob er etwas mit ihr "macht", wie er sich anfühlt. Mit einem "Poker-Face" konzentrierte sich die Frau auf den Duft und lauschte nach innen. ... Plötzlich ein, fast unmerkliches, Zucken in den Mundwinkeln und B. wusste, dass der Duft "angekommen" war. Die Reaktion der Frau kam prompt: 'WOW! Der tut sooo gut! ... so liebevoll geborgen und umarmt.'
Dann erzählte sie, seit sie wieder zu Hause sei, hätte sie das Gefühl wie benommen neben sich zu stehen und irgendwie fehle der Boden unter ihren Füssen. Auch fehle ihr der Halt.
Die Frau wünschte sich noch einen weiteren Duft. B. reichte ihr auf dem DS ein Tröpfchen ZYPRESSE.

Cupressus sempervirens
Die Frau nahm sich zurück, lauschte dem Duft nach und "klopfte" innerlich ab, ob er etwas mit ihr mache. Sie sprach kein Wort dabei. B. beobachtete sie und nahm war, wie sie sich aufzurichten begann und den Kopf anhob... Unmittelbar strahlte sie übers ganze Gesicht und es folgten Worte; wie: ...das richtet meine Wirbelsäule auf, ...kann mich angstfrei aufrichten, ...gibt mir einen Schutz drum herum... B. stellte fest, dass ihr Blick nun klar und auch die Stimme wieder fester war. Die Frau fühlte sich wohl und war erfreut über die Duftauswahl. Sie wollte die Düfte zum Riechen bei sich haben.
Diese "Duftsession" fand mitten im Leben statt, in einem florierenden Laden. Auch, wenn es sich länger liest, so meinte meine Freundin: "Das ging ganz flott. Aber es brauchte ein genaues Hinschauen und Einlassen auf die Kundin und im Hinterkopf hatte ich das Abbild des Duftkreises (nach Martin Henglein)..."
Diese Duftkommunikation ließ beide Beteiligte, erfüllt von einem gute Gefühl auseinandergehen.
Übrigens hatte B. noch einen anderen Duft angeboten. Die Kundin reagierte darauf mit einer sehr schnellen und entschlossenen Antwort: Nein! Der hat keine Aussage! (Nicht in ihrer Situation.)

Als ich diesen Bericht hörte, kam mir das Bild von der Leichtigkeit einer Baletttänzerin in den Sinn. Diese schwebende Leichtigkeit ist das Ergebnis eines guten und intensiven Trainings.
B. kann auf einen sehr reichhaltigen Erfahrungsschatz mit ÄÖ und auf das Wissen aus der Integralen Osmologie nach Martin Henglein zurückgreifen.

Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wie aus einer anfänglichen fast therapeutischen Situation eine gesundheitspraktische Begleitung wird, bei der die Frau/Kundin in die Rolle der aktiven Mitgestalterin tritt. Duftkommunikation, ist Kommunikation mit dem Duft, über den Duft und Kommunikation des Wahrgenommenen. Absichtslose Aufmerksamkeit, Schulung der Beobachtungsgabe, interpretationsfreie Wahrnehmung, Fragen statt Sagen und fundierte Kenntnis des osmologischen Ansatzes*, sind hilfreiche "Werkzeuge".
Wertschätzende gesunde Kommunikation, ist dabei ein ganz wesentliches Element.

Dass Frau/Mann gute Basiskenntnisse zu ÄÖ beherrschen sollte, ist selbstverständlich. Auch wenn  bei der Duftkommunikation i.d. Regel nur übers Riechen agiert wird, so darf man nicht ausser acht lassen, dass dem Duft ein ÄÖ, mit chemischen, physikalischen und pharmakologischen (Wirk)Stoffeigenschaften, zugrunde liegt.

*gestützt auf die Integrale Osmologie und des Duftkreismodels (beide nach Martin Henglein)

Kommentare:

  1. Sehr informativer Beitrag - echt toll geschrieben!
    Liebe Grüße

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  2. ach wie schön beschrieben, und wie ermutigend, vielen dank liebe christine!

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