Mittwoch, 21. Dezember 2016

Douglasie, die Schöne aus der Fremde...

Irgendwie passt sie zur Weihnachtsgeschichte, die Douglasie.

Die Douglasie, eine in manchen Bundesländern unerwünschte „Person“... Eine, die nicht hierher gehört, die einheimische Pflanzen unterdrücken könnte... Eine die nicht gefördert werden darf... Eine die gefällt werden muss... Eine von der der heimische deutsche Wald befreit werden muss…

...und der Bezug zur Weihnachtsgeschichte?
Die Menschen in der Weihnachtsgeschichte, Maria und Josef, kamen von weit her und waren in der Fremde ebenso wenig willkommen. Argwohn und Ausgrenzung begegneten ihnen… Ihr Schicksal wiederholt sich... manchmal sogar bei Douglasien. Die Douglasie ein Neophyt! Auch sie kommt aus der Fremde...

Allerdings gibt es auch Bundesländer, die den Wert der Douglasie erkannt haben und sie waldbaulich gut integrieren. Die Douglasie ist schnell wachsend, hat ein qualitativ wertvolles Holz, ist gut verwurzelt (herzförmiges Wurzelsystem) und sturmfest.

Die Douglasie war, vor der letzten Eiszeit, hier bereits schon einmal heimisch. Da es damals sehr ungastlich wurde, zog sie sich zurück und „wanderte aus“. Ca. 1827 brachte der schottische Botaniker David Douglas die ersten Samen aus Nordamerika nach England und setzte sie in einem Garten in der Nähe von London.
Douglasien sind nach dem Urweltmammutbäumen, die zweithöchsten Bäume. Sie können über 100m hoch werden und ein Alter von ca. 600 Jahren erreichen. Der höchste Baum in unseren Breiten, mit 65 m, ist eine 106 jährige junge Lady namens „Waldtraut vom Mühlwald“ bei Freiburg.

Vielleicht fragt ihre euch jetzt, was bitte möchte sie uns sagen? Wie kommt sie jetzt gerade auf die Douglasie?
Ganz einfach: sie ist mir begegnet, als ich auf Fototour zu Fichten und Kiefern war...
Die Douglasie, sie lief mir vor mein schauendes Auge. Unerwartet und so gar nicht im Sinn meiner Absicht.


…und da stand sie, in mitten einer kleinen Gruppe von Fichten. Fast unscheinbar. Ihr Kleid zerzaust. leicht und luftig. Zurückhaltend, als ob sie die anderen nicht stören möchte. Etwas schüchtern, dennoch überragte sie alle. Sie hatte eine Präsenz, die sich auf eine stille, heitere Art und Weise bemerkbar machte. Und so veranlasste sie mich, anzuhalten und ihr meine Aufmerksamkeit zu schenken. Ich wollte wissen, wer ist diese Schöne, die da so aus der Reihe tanzt. Ganz im Gegensatz zu ihren wehrhafter, strengen Begleitern mit stechenden, harten Nadeln, waren ihre Nadeln sanft, weich, geschmeidig. Sie fühlten sich etwas kühl an, wie schwere glatte Seide. Die Zweige wirkten eher zart und feingliedrig. Die Äste hingegen drückten Stabilität und Kraft aus, deren Rinde war glatt ohne Rauheit. Bis zu diesem Zeitpunkt suchte mein Hirn immer noch nach einem Namen für dieses Baumwesen. Meine Vermutung ging in Richtung Douglasie, jedoch sicher war ich mir nicht, also beschaute ich sie weiter. Wohl wissend, dass mein merkwürdiges Treiben beäugt werden würde, denn die Baumgruppe stand mitten in einem kleinen Dorf. Von der Weide her stand ich bereits unter Beobachtung…


Ich bemerkte, dass ich mich immer noch, trotz Berührung der Nadeln, auf Distanz hielt. Nimm eine Nadel, zerreibe sie, rieche daran und koste sie, so eine leise „Aufforderung“…

Als ich den Duft der Nadeln wahrnahm, war ich mir sicher: sie ist es, die Douglasie (Pseudotsuga menziesii).


Der Duft dieser Nadeln….süß, fruchtig, an eine süße reife Orange erinnernd. Später kam eine feine holzig-grüne Waldnote hinzu.

…und noch etwas nahm ich zum ersten Mal bewußt wahr, die Rinde des Stammes. Sie bestand aus einer starken rissigen Borke. An einer Stelle, schaute jedoch eine junge glatte Rinde hervor, sie war übersät mit kleinen Beulen. Ich betastete sie vorsichtig und merkte, dass sie unter Druck nachgaben. Kurz entschlossen ritze ich eine Beule mit dem Fingernagel an und schon trat ein farbloser, klarer, duftender Harztropfen hervor. Das also waren die Harzbeulen der Douglasie, von denen ich irgendwann (so nebenbei) gelesen hatte. …und plötzlich sah ich auch die Harzbeulen an den Ästen…


Dinge bekommen eine Bedeutung erst durch die Wahrnehmung. Die Douglasie war nun auch in meiner Welt angekommen …

Der Duft des Harzes war frischer, klarer, citrusartiger, weniger süß als der Duft der Nadeln. mit einer leichten harzig-terpenartigen Note . Ich spürte, wie dieser Duft meinen Geist erfrischte, mich tief durchatmen lies und mich heiter und freudig stimmte. Es war eine faszinierende olfaktorische Begegnung, von der ich mir wünschte, sie möge ewig währen. Staunen, Wahrnehmen und Freude … ein sinnlicher Augenblick.

Das ÄÖ der Douglasie, aus dem Fläschchen, hatte nun eine Gestalt bekommen etwas Verbindendes, Erinnerndes, Bleibendes, Unvergessliches. Die Douglasie war mit all ihrer Persönlichkeit präsent und in neuer bildhafter „Form“ zur Duftkommunikation bereit. Schließe ich die Augen ist die Stimmung dieses Augenblickes, die Wärme der Sonnenstrahlen, der Blick des Pferdes, die Freude meiner Entdeckungsreise hin zur Douglasie als lebendiges Bild in mir verankert und versetzt mich in heitere gelassene Stimmung. Wohlbehagen. Selbst die Düfte von Nadeln und Harz sind wahrnehmbar. Ein Duftanker ist gesetzt.
Zuhause angekommen recherchierte ich zur Pflanze. Mein bisheriges ÄÖ Wissen reichte mir nicht mehr…

Ich weiß, dass die Douglasie in manchen Stuben an Heiligen Abend im Lichterglanz erstrahlen und mit ihrem wundevollen Duft verzaubern wird.

...würde sie nach Weihnachten, im Sinne des viel zitierten Wortes "Nachhaltigkeit" nicht doch noch Lust auf eine kleine Destillation haben ... weiterduften als ÄÖ oder als Hydrolat? Fragt sie, sie wird es euch wissen lassen. Vielleicht reichen auch schon einige Nadeln zum Räuchen, um ihre Duftpräsenz fürs neue Jahr zu erhalten. Der Duft der Douglasie hält Informationen bereit, für einen frischen, schwungvollen Impuls um neue Wege zugehen, Erkenntnisse mit klaren kreativen Blick zu betrachten und zu nutzen. Neue Gedanken "weich" zu kommunizieren. Entspannt und optimistisch, mit dem Wissen um die eigene innere Stärke... trotz gelegendlicher Schüchternheit.

Übrigens noch eine Besonderheit, das ÄÖ der Douglasie hat doppelt soviel Beta-pinen als wie Alpha-pinen. Meist ist es genau umgekehrt. Im Duftausdruck spiegelt es sich in der "Weichheit" und in der leicht fruchtigen Note wieder. Alpha-Pinen trägt eine stärkere terpentinartige harzige Note.


Im Duftschälchen mit Salz habe ich gerade 3 Tr. Douglasie und je 1 Tr. Weißtanne und 1 Tr. Grapefruit Extra ... Hmm&Hach!

Mittwoch, 23. November 2016

"Happy Düfte" und mehr...Duftkommunikation

 
Sag mal, was machst du denn da eigentlich bei den „Happy Düften“ in Irland? Gibt es da spezielle Rezepte für ein sonniges Gemüt oder was?“

So und ähnlich wurde ich in der letzten Zeit öfters gefragt. Wenn ich nicht selbst, neben Eliane Zimmermann, in Aktion treten würde, wäre das auch meine Frage gewesen. Was bitte kann jemand darunter verstehen, wenn vielleicht ÄÖ noch ein relativ unbekanntes „Land“ sind oder ÄÖ bisher hauptsächlich auf Grund ihres Wirkspektrums angewandt werden?

Kurz gesagt: In diese Duftwoche „Happy Düfte“ zeigen sich die ÄÖ von ihrer anderen Seite und zwar von der Seite ihrer unglaublichen „kommunikativen Fähigkeiten“.
...und wir lernen unserer Nase zuvertrauen und deren Weisheit.

Bild 1: "Kommunikationselemente"                                              Fotos: Eliane Zimmermann 
 
Erstaunen, Lachen oder auch Nachdenklichkeit sowie Faszination über diese erlebten Erfahrungen bleiben in Erinnerung… und ja, am Ende gibt es auch etwas Duftendes zur „SeelenSelbstPflege“ … den der Dialog zwischen Duft und Seele/Psyche hat funktioniert.

In der Duftwoche 2016 gab es ein Drei-Länder-Treffen Schweiz, Österreich, Deutschland. Am Anfang stand auch hier der Wunsch nach wirksamen Mischungen, am Ende jedoch trat die individuelle Auswahl in den Vordergrund und das Vertrauen in die Selbstwahrnehmung. So erhielt das Gästebuch einen ganz originellen Eintrag in Form eines "Duftkreises", in dem der eigene Platz nach dieser Woche positioniert wurde.

 Bild 2: Duftspuren aus drei Ländern                                           Foto: Eliane Zimmermann

Zwei Beispiele zu dieser duftkommunikativen Seite der ÄÖ

BERGAMOTTE
In der Literatur werden mannigfaltige „Rezepturen“ für psychische Befindlichkeiten angeboten. So ist BERGAMOTTE (Citrus aurantium var. bergamia) DAS stimmungsaufhellende ÄÖ, das aus trüben und dunklen Zeiten/Befindlichkeiten heraus holt…

Allerdings ist BERGAMOTTE auch in der Lage genau das Gegenteilige erfahren zu lassen, es kann wahre „Tränenbäche“ hervorrufen … aber dazu gibt es kaum einen Hinweis in der Fachliteratur.

Wie kann dies geschehen?

Betrachtet man die BERGAMOTTE osmologisch bzw. duftkommunikatorisch so fällt ihr hohes „Lichtpotential“ auf. Sie ist vollgetankt mit Sonnenlicht.
Auf der biochemischen Ebene drückt sich dies in einem eher geringen aber hochwirksamen Anteil an (photosensibilisierenden) Furocumarinen (Bergapten) aus. Stelle man sich einfach vor, dass dieses Lichtpotential dem Prinzip eines Bühnenscheinwerfers folgt. Dieser Scheinwerfer schwenkt seinen Lichtkegel genau auf die im Moment aktuelle Szene und hebt diese ins Blickfeld.
So kann auch der Duft der BERGAMOTTE aufgestaute Gefühle „sichtbar“ und spürbar machen… Das Ziel dieser BERGAMOTTE-„Einmischung“ ist im Grunde nichts anderes, als in einer (momentanen) Situation eine neue Balance zu finden … und dazu kann sich der Duft der BERGAMOTTE, zum „Wachrütteln“, auch der Tränen bedienen.

WEißTANNE
Ändern sich im beruflichen Umfeld Bedingungen, so können diese Stress empfinden lassen. Vorallem wenn das Gefühl entsteht, mir wird meine Raum und mein Platz „strittig“ gemacht. Beengung, laute Mitarbeiter nerven, meine bisherige „Position“ in der Gruppe ist in Gefahr… 

...und da gibt es den Duft der WEIßTANNE (Abies alba). 
 Eine Tanne, die im Schatten zurecht kommt, die sich nicht verbiegt sondern geduldig auf bessere "Entwicklungs"bedingungen warten kann. Die ihre „Größe und Schönheit“ kennt und sich mit diesem Wissen vorübergehend "anpassen" kann. Wenn der Duft der WEIßTANNE diesem Menschen in seiner Situation das Gefühl „wie eine bewegliche, behagliche Schutzhülle um mich herum“ vermittelt und in der Überprüfung im Kontext seiner jetzigen Situation eine neue Sicht vermittelt „mit diesen Duft kann ich mich auf die neue Situation gut einlassen, ich habe meinen Raum und das Drumherum stört mich nicht mehr…“. dann hat dieser Mensch eine neue Balance gefunden. Das Strahlen im Gesicht zeigt deutlich, dass seine Worte stimmig sind.
Mit dieser neuen Erfahrung sind neue Gedanken, neue Handlungen und damit auch Veränderungen in der Situation möglich.

Bei beiden Beispielen kommt zum Ausdruck was der Riechstoffchemiker G. Ohloff meinte, als er darauf hinwies: Jeder Geruch trägt eine Information über (den Zustand) seiner Quelle in sich.

Bild 3: Himalaya-Zeder (Cedrus deodara)

Die Sprache der Duftmoleküle zu verstehen und die Duftreaktionen lesen zu können sind manchmal spannender als ein guter Krimi. Plötzlich machen Ablehnungen Sinn, Respekt und Achtsamkeit für die Duftwirkungen ÄÖ und den Duftwahrnehmungen durch die Nase und deren/dessen Träger bekommen Gewicht.

Bild 4: Duftausdruck in Farbe und Form ...und die alte Atlas-Zeder duftete 2015 und auch 2016 noch                                                                                   Foto li unten: Sibyle Fässler
 
Das i-Tüpfelchen des Ganzen sind Eliane Zimmermanns Pflanzenführungen in wunderschönen Gärten und Natur sowie ihre Ausführungen zu den neusten Studien über ÄÖ und deren psychischen Wirkungen. Damit bekommt das Erlebte, das Gehörte auch seine wissenschaftliche Bestätigung.


Bild 5: Myrtaceae


 Bild 6: Eliane Zimmermann getragen von der "Hand" einer Myrte        Foto li oben: Sibylle Fässler



Tja, und so ganz "nebenbei" gibt es noch genügend Zeit und Muse für:

die wunderschönen Ausflüge mit dem Bus und dessen freundlichen Fahrer  z.B. zum Ring of Beara, zum Steinkreis, entlang am Atlantic Wilde Way…


Foto li unten: Sibylle Fässler


die, jetzt zu Fuß erreichbaren, unergründlichen Fundgruben der Charity-Shops
die Pubs
das traumhafte Bio-Kuchen-Cafe,
den Freitags-Markttag
und den Sweetie-Shop… Alles in Bantry.

 Bild 9: Bantry

Ende Mai stehen die Rhododendron noch in ihrer unglaubliche Farbenpracht.



Wer gerne noch mehr Infos haben möchte, kann hier und hier schauen und auf meinem Blog unter dem Label: Duftwoche

Hinweise:

Die Duftwoche ist für Jedemann geeignet (auch ohne Vorkenntnisse).   

Diese Duftwoche in Irland wird als Einstieg (Teil 1), bei Interesse an Vertiefung der Duftkommunikation bei ViVere, bei aromainfo.at und für die geplante Weiterbildung (2017) in der DGAM Regionalstelle Jena, anerkannt.

Pflanzen, Natur, Duftkommunikation und wissenschaftliche Studien sind in dieser Form einmalig und nur in Irland im Programm.

Um Irrtümern vorzubeugen: diese Duft-Woche hat nichts mit Psychotherapie o.ä. zu tun. 
Es geht um Selbsterfahrung, um Selbstwahrnehmung, um eigene Aha-Effekte.
Es geht um Genießen, Lebensfreude und um Pflanzen- und Naturerlebnisse.
Anregungen für den Alltag – sinnlich, praktisch und effizient. 

Die Duftkommunikation ist u.a. inspiriert von der Integralen Osmologie (nach M.Henglein) und des Duftkreises (nach M.Henglein) sowie der gesundheitspraktischen Kommunikation (nach G.Tiemeyer) 

Mittwoch, 5. Oktober 2016

"DuftKrimi" nun auch beim "Tag der Pflegeberufe" angekommen...

Vor vier Jahren schwangen die Deckel der kleinen Tisch-Servicebehälter des erste Mal und bewegten Duftmoleküle. Es war zum "Tag des weißen Stockes" im Geraer Höhler. Hohe Luftfeuchtigkeit, kein Lüftchen, Dunkelheit. Es brauchte eine Idee für tastbare Duftstationen, die nicht umfallen, die ein Berühren des ÄÖ-Trägermaterials mit den Fingern ausschließen und die die Duftmoleküle riechbar zur Nase transportieren. Die Duftstation, aus Schwing-Deckel-Duft-Eimerchen, war geboren.



Seither hat sich diese Idee schon mehrfach bewährt. Ihren Aufstieg zum "DuftKrimi" hat sie einem Gesundheitstag in einem Ministerium, das für Ruhe und Sicherheit der Bürger sorgt, zu verdanken. Wie erreichen Duftmoleküle - und das Interesse an diesen - die Nasen strategisch und realistisch denkender Beamter? ...vielleicht mit: etwas recherchieren, Fälle lösen, "Böse" fangen ... den zweiten, den Duftkomplizen finden? Die "Rechnung" ging auf. Der DuftKrimi wurde der Renner an meinem Stand. Daraus entwickelten sich Fragen und Interesse an den Möglichkeiten der Duftverursacher, den ÄÖ. Es hat funktioniert... und bei anderen Gesundheitstagen (Arbeitsagentur, Stadt usw.) ebenfalls.

Zum Adventsmarkt auf der "imaginata" in Jena zog der Duftkrimi klein und groß in seinen Bann. Familien diskutierten miteinander, und Menschen, die sich zuvor noch nie gesehen hatten ...Meist wurde der Duftkomplize gefunden. Jeder konnte sein Gesicht wahren, denn es fragte niemand ab, welcher Duft das denn nun wäre ... für die Lösung gab es einen Notizzettel unter einer kleinen Kuchenbackform. Jeder konnte für sich schauen und bewusst nachriechen. Mit wenigen Mitteln und kleinem Aufwand ein großes Vergnügen ... Nachmachen empfohlen.

Nun also hat sich der DuftKrimi auch bei einem Tag der Pflegeberufe" in NRW bewährt und Menschen bewegt, Duftkommunikation stattfinden lassen.
Ich freue mich, dass Brigitte Baumann mir gestattet ihren Bericht darüber hier im Blog zu veröffentlichen:

Tag der Pflegeberufe und ein Duftkrimi
In unserer Stadt wurde im Rathaus ein Arbeitskreis gebildet, um jungen Menschen den Pflegeberuf etwas näher zu bringen. Doch wie bringt man junge Menschen dazu in den Pflegeberuf einzusteigen und nicht immer nur vom Fachkraftmangel zu sprechen.Wir organisierten also den „Tag der Pflegeberufe“ bei uns im Einkaufzentrum und wollten jungen Menschen zeigen, Pflege ist mehr als nur Waschlappen, Pampers und Wochenenddienste.
So wurden im Einkaufzentrum Stände aufgebaut , z.B. vom ev. Krankenhaus ein Intensivpflegebett mit Monitoring , vom kath. Krankenhaus ein Inkubator für Säuglinge mit Wickeltisch, Krankenpflegeschulen bauten Informationsstände auf rund um die Ausbildung und Fortbildungsmöglichkeiten. Ein Seniorenheim führte mehrmals am Tag Seniorentanz mit alten Menschen auf, es gab auch eine Wiibox für ältere Menschen zum spielen. Weiter gab es einen Alterssimulator, das Arbeitsamt mit Beratung, eine Apotheke stellte das Medikamentenwesen vor und noch viele weitere Stände mit vielen Informationen rund um die Pflegeausbildung.
Unsere Einrichtung hat einen Stand zum Thema Wahrnehmung / Selbstwahrnehmung angeboten. Wir hatten eine Greifbox mit 4 Fächern in denen unterschiedliche Tastgegenstände drin waren, wir haben Handmassagen mit ätherischen Ölen angeboten, Eigenerfahrung wie es ist Essen angereicht zu bekommen und einen Duftkrimi ( inspiriert von Christine Lamontain )
Ich habe 6 braune Gläser mit ein wenig Watte gefüllt und diese mit ätherischen Ölen beträufelt. Die Gläser waren durch nummeriert und die Aufgabe lautete: Duftkrimi – finde den Zwilling
In den Gläser war :
  1. Zitrone
  2. Vanille
  3. Thymian linalol
  4. Orange
  5. Rose
  6. Thymian linalol
Es hat so viel Spaß und Freude gemacht und es war wirklich spannend, auch für meine Auszubildenden die mit am Stand waren.
Am Vormittag kamen aus unserer Stadt das Berufskolleg mit 2 Schulklassen und einige Oberstufen um sich an diesem Tag zu informieren, aber es waren außer den Schülern auch viele andere Menschen am Stand.

Unsere Standbesucher nahmen ganz interessiert die Gläser der Reihe nach in die Hand und schnupperten. Für Menschen die sich nicht trauten die Düfte zu benennen oder sich nicht trauten den Zwilling zu benennen ,gab es eine kleine Schachtel mit der Lösung, aber die wurde den ganzen Tag kaum gebraucht ;-)).
Alle waren total interessiert die Düfte zu benennen und auch den Zwilling zu finden.
Spannend war, dass fast alle jungen Menschen meinten, dass der Thymian wie japanisches Heilpflanzenöl riecht oder wie Hustensaft, ihn auch als Erkältungsduft benannten. Ältere Menschen erkannten den Thymian sofort. Er wurde aber auch erfreulicherweise von vielen Schülern als Küchenkraut erkannt. Zitrone und Orange wurde auch oft als Zwilling benannt und waren der Liebling des gesamten Tages und immer als angenehm frisch und fruchtig beschrieben. Die Vanille kam bei allen super an und wurde auch sofort erkannt, viele meinten gleich, das sei der Weihnachtsbackduft . Die Rose wurde von den älteren Menschen immer erkannt und als sehr angenehm empfunden, aber die Schüler rümpften oft die Nase.
Neben dem Duftkrimi kamen so viele interessante Gespräche zu Stande rund um bisherige Dufterlebnisse der Menschen die schnupperten, aber auch rund um die Aromapflege.

Was mir persönlich auch große Freude bereitet hat, war das unsere Auszubildenden so viele und tolle Handmassagen durchgeführt haben und ganz nebenbei allen während der Massage erklärt haben , wann sie die Massagen für Menschen im Pflegealltag anbieten. Vor allem berichteten sie, dass sie die Handmassagen nie als zusätzliche lästige Zusatzarbeit im Pflegealltag empfinden, sondern berichteten über ihre Erfahrungen und Erfolge und sie waren diesbezüglich nicht !!!! von mir gebrieft.
Wir haben über den Tag verteilt, sehr viele positive Rückmeldungen bekommen und waren wirklich zufrieden und konnten auch ein paar junge Menschen für Praktikas gewinnen.
Mir hat der Tag mal wieder gezeigt dass ich eine sehr gute Ausbildung zum Thema Aromapflege bei Sabrina Herber und die Weiterbildung Duftkommunikation bei Christine Lamontain genießen durfte und das sie sich so toll in den Pflegealltag integrieren lassen.

Brigitte Baumann, Gesundheitspraktikerin (BfG) für angewandte Aromapflege und Duftkommunikation 










Samstag, 1. Oktober 2016

Gerochenes in Berlin - Mein Erlebnis beim Geruchsfestival OSMODRAMA

Doch noch geschafft zum Geruchsfestival, vier Tage vor Ende.


In der Früh in den Fernbus von Jena nach Berlin "eingecheckt" und das Ziel nach 3 Std. erreicht.
Ich war sehr gespannt, was mich da wohl erwartete und bemüht doch nichts zu erwarten, neugierig, offen für Unerwartetes zu sein. OSMODRAMA klang irgendwie dramatisch oder eher vielleicht dramaturgisch ... Geschichten erzählen mit Gerüchen... Begeisterung in den Interviews. Auf der Website (http://osmodrama.com/) die Videos angeschaut ...da wurde von einem Urwaldgeruch gesprochen, der alte Erinnerungen weckte ... wie riecht Urwald? Ich war da noch nie! ...da sei plötzlich der Geruch nach Erdbeeren und alles sehr echt in der Geruchswahrnehmung ... DAS wollte ich nun wirklich selbst erleben. Ich merkte, dass ich mir vom Gehörten und nur darüber Reden kein greifbares Bild machen konnte. Also es selbst erriechen, um in der Wahrnehmung vielleicht Begrifflichkeiten zu finden, um darüber reden zu können...Ja, ich habe Geruchserfahrungen gemacht aber darüber zu reden, es zu erklären ist bruchstückhaft, erinnernde Geruchssequenzen, nicht wirklich fassbar ...

Die technische Seite schon eher, da war Sichtbares, Logisches, Funktionales, nachvollziehbares ingenieurtechnisches Wissen.  Eine geniale Leistung  diese lüftungs- und strömungstechnische Umsetzung. Natürlich begeisterte mich DAS enorm...

Die elektronisch gesteuerte Geruchsorgel, der Smeller 2.0, ist eine Idee und Entwicklung des Medienkünstlers Wolfgang Georgsdorf. Dieses Werk ist die Realisierung eines Traumes aus der (seiner) Welt der Gerüche.


Ein Riese aus Schläuchen, Rohrverbindungen, der, zerlegt, auf zwei LKW's passt... Eine monströse Riech-Maschine, die es ermöglicht, Gerüche einzeln und nacheinander wahrzunehmen. Quasi wie eine Abfolge von Buchstaben, Tönen... Ohne das sich die Gerüche überlagern oder ungewollt vermischen. 64 konzipierte Gerüche und deren "Kompositionen", warteten auf die Begegnung mit den Riechrezeptoren der Besucher.

Aus der weißen Metalllochwand schauten 64+1 dunkle Rohröffnungen heraus. Ein ästhetisches Bild. Ein wechselndes Licht-Szenarium setzte die Riech-Maschine hinter der Wand wirkungsvoll in Szene..
Eine Frage beschäftigte mich am meisten, wie ist es technisch möglich, Gerüche "sauber" von einander zu trennen und zu verhindern, dass sie sich im Raum verbreiten, vermischen oder überlagern.  Die Antwort ganz simpel ausgedrückt: es braucht einen definierten (Mittel)Luftstrom, mit einer angemessenen Strömungsgeschwindigkeit (es soll ja kein Geruchs-Sturm stattfinden), der den Geruch aus der jeweiligen freigeschalteten Rohröffnung aufnimmt und ihn durch den Raum führt und trägt und am Ende des Raumes wieder "entführt". 
Würde man mit der Strömungsgeschwindigkeit sich selbst durch den Raum bewegen, so wäre der jeweilige Geruch ein treuer Begleiter. Bleibt man stehen holen einem die nachfolgenden Gerüche ein, kontaktieren und verschwinden nach ca. 10 sec. wieder. 
Eine Kaskade aus nahtlos aufeinanderfolgenden Gerüchen. Sie wird gesteuert per Computer (Öffnung der Geruchsquellenkammern) oder per Klaviatur, deren Tasten einer jeweiligen Kammer zugeordnet sind, die einzeln geöffnet werden können. Das Geruchs-Orgel-Spiel kann beginnen und seine Geruchs"Melodie" erriechen lassen - eine "Sinolfie" (Wolfgang Georgsdorf). Computergesteuerte Kompositionen aus riechbaren Zwei- und Dreiklängen...

Hier möchte ich die "technische" Seite verlassen und davon berichten, weshalb ich mich nach Berlin begeben hatte ... Gerüche, deren Wahrnehmung, was es mit mir machte und wie ich es erlebte, dieses ganze Geruchs-Mysterium. 
Ich war nicht allein. Meine Osmo-Kollegin und Freundin wollte es ebenfalls wissen. Geplant hatten wir vier Stunden im "OSMODRAMA" zu verweilen, schließlich wollten wir Alles an Gebotenem und viele Eindrücke mitnehmen. ...geschafft haben wir reichliche zwei Stunden, mit Pause dazwischen...



Pünktlich 12:00 Uhr standen wir mit Anderen vor dem Tor der St. Johannes-Evangelist-Kirche. Der Meister selbst öffnete uns. Wir folgten den Pfeilen und standen in einem weißen Raum im Kirchenraum.
Da waren sie im Original, die "Geruchs-Rohr-Pfeifen" der Geruchsorgel, die ich bisher nur von Bildern kannte. Eindrucksvoll, geheimnisvoll und faszinierend. Ein rombenartiges Gebilde.
Leere und Raum. ...aufs minimalistischste reduziert. Stuhlreihen und sonst Nichts. Keine Ablenkung.

Wir nahmen in der Mitte Platz und konzentrierten uns auf das was da kommen würde. ...und es kam.

Geräusche und plötzlich unerwartet ein Duft, eh er zu fassen war, war er verschwunden, da, der Nächste und weg... die Geräusche spiegelten Alltagssituationen wieder, Flugzeuglärm, Flughafen, plötzlich Stimmenfragmente, die aufforderten die Fenster zuschließen...der Geruch von brennendem Kunststoff, beißend, typisch süßlich ...und weg.
Szenenwechsel Bahnhof, Stimmengewirr, Bahnhofstoilette ...Ja! Geruch sofort erkannt, dieser etwas aldehydig-zitrusfrische Duft, des Betreibers S....fair, das Bild der Räume adoc dazu.

...Sitzpolstergeruch, Kaffeegeruch, ... Die Szenen der Geräusch wechselten stetig, die Gerüche kamen und gingen. Das Hirn versuchte hinterher zu kommen, versuchte im Hochleistungsmodus das Hörbare und das Riechbare zusammenzubringen, zu erkennen und zu benennen.
Gedanken, volle Konzentration, kenne ich, gleich habe ich es ...weg! Was Scharfes? Fruchtig (Limo)? Bar? Gerösteter Toast, verbrannt? Was Süßes... Kaffee..Espresso? Knoblauch?!!!?

Straßengeräusche. .. Autos ...Leder...Dieselöl...Waschanlage? ... Aufzug... Abgase? ... Parfüm ....weibliche Schritte ... Heu, Stroh? Landschaft ...Bäckerei ... nasser Hund!? Hühnerstallgeruch und Bauernhof ....

Geschrei?! Sprechchor, viele Füße, Getrampel!? Was ist das? Unbehagen, Beklemmung! Kein Geruch in der Wahrnehmung, nur noch Akustisches! Das Gefühl von Bedrohung verstärkte sich!...

Ahhh! Kaffee, schnell tief einatmen...und weg.

Plötzlich...das gibt es doch nicht! Diesen Geruch kenne ich! Oh, nein, dieser dunkle, klebrige Ski-Wachs aus der Schulzeit, der drauf musste, wenn der Schnee nass und pappig war und die ganze Sportstunde schon im Vorfeld zur ahnenden Strapaze wurde, nasse Klamotten gratis!
Keine Ahnung welcher Geruch es wirklich war, für mich war es Skiwachs. Das Hörbare war in diesem Moment unwichtig, war aus dem Wahrnehmungsfeld getreten.

Die Gerüche kamen, wandelten sich, schwollen an und gingen wieder zurück. Die Geräusche der bekannten Lebensräume unterstützten die Geruchserkennbarkeit bzw. Geruchsahnungen ... ah ja, das gehört dazu, aber keine Ahnung was es ist...
Gummibärchen, Pfefferminze ... Hallenbad...Chlorgeruch ...Duschbad?... Metallwerkstatt...Maschinengeruch...heißgelaufenes Metall auf der Drehmaschine mit Anlassfarben ... den Geruch kenne ich doch...weg! Kaffee... Ahhh!

Mein Hirn hatte innerlich Schweißperlen auf seiner Stirn. Das war eine echte Herausforderung ...und sehr spannend.
Meine Freundin hatte den Raum verlassen, sie fühlte sich körperlich unbehaglich. Wie es sich später herausstellte waren es nicht die Gerüche, die dazu führten sondern bestimmte Geräusche u.a. die akustische marschierende (?) Menschengruppe, aus der oben beschriebenen Geräuschsequenz, die auch in mir Unbehagen auslöste...

Diese ersten Geruchsbegegnungen stammten aus: "Häuserfugen" (Scents+Sounds 2012) Synosmie zu 14 gebauten Räumen.
Ob ich mit meiner Wahrnehmung die Absichten des Künstlers aufgreifen konnte weiß ich nicht zu sagen, ich war wohl auch auf meiner eigenen Geruchsreise durch die Räume.

Plötzlich wurde es still, für mich wohltuend still. Es machte ganz leise plopp und ein Geruch streifte meine Nase. Heu? Nacheinander kamen die anderen Gerüche ...Pferd?...Schweinestall? (Es stellte sich im Nachhinein heraus, es war der Raubtierkäfiggeruch...da bin ich eher sehr selten.) ....Rose?...Maiglöckchen, Ah, schön! Tief Luft holen...Schimmel ...Oh nee! Unangenehm ...und schon  weg! Vanille....Kaffee (Ahhh!)...Zuckerwatte....Pilzgeruch.... Die Gerüche kamen und gingen. Begrüßten, nahmen kurz Kontakt auf und wurden vom nachfolgenden Geruch vollständig abgelöst. Duftumschalten!
Waren sie ohne  Erwartung an mich, spielten sie mit mir?. Die Gedanken kamen nicht hinterher, ich gab es auf und gab mich diesem Spiel hin. Es war sehr entspannend. Irgendwann kam ein Empfinden von Langeweile auf. Geruchs-Ermüdung? Ich legte eine Pause ein und verließ den Raum (schließlich befand ich mich schon ca. 1 1/2 Stunden im Geruchsrausch).

Etwas später stieg ich wieder in das "Autocomplete (Scents Only, 2016) Neue Synosmie als reine Geruchsreise" ein.
Wie Wolfgang Georgsdorf äußerte, war er auf dieses Werk besonders stolz, weil es so gut gelungen war. Dem kann ich zustimmen. Es war ein sehr interessantes Wechselspiel zwischen den einzelnen Geruchsabfolgen und -rhythmen. Wollte man sich gerade (innerlich empört) von einer Sequenz unangenehmer Gerüche abwenden, schwenkte das Szenarium und machte einem Wohlgeruch Platz, alles vorher Empfundene war sofort vergessen und das Lächeln kehrte zurück.

Ein Kuriosum in der Pause: Wir kamen mit einer Dame ins Gespräch, die den Raum ebenfalls verlassen hatte und auf dem Heimweg war. Sie meinte, sie müsse jetzt gehen, da sie Kopfschmerzen hätte. Ihre Ärztin hätte sie zu dieser Veranstaltung geschickt, da sie nichts mehr riechen könne und sie solle da ihren Geruchssinn trainieren. Die Dame meinte noch, dass sie Asthmatikerin sei und eine Allergie gegen Duftstoffe habe... Respekt!

So spannend und neu, die Erfahrungen, mit diesen Geruchserlebnisse auch waren, wir waren nach über 2 Stunden "breit" und machten uns auf den Weg in ein Cafè. 

Würde ich wieder hingehen? Ja, aber mit wohldosierten Pausen dazwischen. Und auch, weil es ein grandioses Projekt im perfekten Zusammenspiel von Kunst, Philosophie, Technik, handwerklicher Leistung u.a. ist. 
Die Reise zum OSMODRAMA nach Berlin hat sich gelohnt. Diese Erfahrung hinterließ neue Erkenntnisse und gaben mir Denkanstöße mit.

Nun werden sich einige meiner Blog-LeserInnen kopfschüttelnd fragen: Was jetzt? Ist sie auf "Synthetisch" umgestiegen? 

Nein, ganz sicher nicht. Es ist eine andere, vielleicht sogar eigenständige, Welt und nicht vergleichbar mit der Duftwelt der ÄÖ.

Der Duft der ÄÖ ist unübertroffen in Berührung und Kommunikation mit uns. Mir ist bei diesem Geruchserleben aufgefallen, dass alle Gerüche "oben" im Kopf geblieben sind und eher Duftempfindungen zu angenehm oder unangenehm, ganz nett, lieblich, blumig oder das stinkt, dumpf, muffig assoziiert haben.  
Ich vermisste den gewohnten "Tiefgang", das innere Geschichten erzählen; das Farben und das Bilder entstehen lassen. Die Resonanz (in) meiner Seele hielt sich bei diesen Gerüchen zurück, im Vergleich meiner Erfahrungen mit ÄÖ.  
Vielleicht auch gut so, sonst könnte tatsächlich manch einer ein osmoDRAMA erleben. Gerüche haben Macht und der Resonanzboden des Nasen-Inhabers ist nicht bekannt, selbst ihm nicht.

Ich fand es erstaunlich, dass bei den Gerüchen ( künstlichen), die auch im Alltag einen Platz haben, ein verankerter Wiedererkennungseffekt, mit Situation UND Bild ganz offensichtlich vorhanden und abgespeichert ist. Ich habe diese "Alltagsgerüche" wohl als Geruchscode aufgenommen.

Auf meiner Autobahnfahrt vor wenigen Tagen, suchte ich eine Raststätte auf ... und da war er wieder der "S....fair"-Geruch ... ich konnte ein Grinsen in meinem Gesicht nicht verhindern... Berlin war sehr nahe.

Dies noch zum Schluss:
"Gerüche sind gesammelte Schätze, die nicht sichtbar, hörbar oder tastbar sind. Der Schlüssel zu diesen Schätzen (Schatzkammer) sind die Gefühle." (Christine Lamontain 2016)




Meine Dank an Wolfgang Georgsdorf für diese Erlebniswelt und für die freundliche Genehmigung zum Fotografieren und der Verwendung der Fotos.

Freitag, 22. Juli 2016

Die Duftwoche "Happy Düfte" und die Macht einer SD Card...

Blindes und sorgloses Vertrauen in die digitale Technik hat seinen Preis ... z. B., 690 EUR Reparaturkosten (Erfolgsgarantie unter 30%) bzw. alternativ, der Verlust einer Bilder-Reise...

Problem: offensichtlich ist der SD-Card Controller kaputt, SD-Card wird nicht mehr erkannt.

Kein Zugriff, keine Bilder!


...Notizen aus dem Telefonat mit dem Spezialisten für ruinierte SD Card

Hier sollte nun der Bericht über die Duftwoche "Happy Düfte" stehen ...

Da das Internet für das Hochladen der Bilder in Irland zu langsam war, wollte ich in Ruhe zu Hause das Bildmaterial auswählen, Collagen zusammenfügen und euch die wundervollen Momente dieser Woche zeigen ... Von dieser "Arbeit" bin ich nun befreit, denn "mein" Irland steckt in einer miniSD Card, die sich erfolgreich verweigert.

Die SD ist zwar nur ein Ding, allerdings ein Ding das ganz persönliche und auch emotionale Blickwinkel in sich trägt. Wie und ob ich etwas fotografiere, daran ist immer auch ein Teil von mir beteiligt. Was halte ich für bemerkenswert, woran möchte ich andere teilhaben lassen und was ist mein ganz persönlicher intimer AugenBlick... Welche Schönheit begeistert mich im Geschauten ... ein Regentropfen an einem Zweig, das zaghafte Öffnen einer Blüte oder die Farben der Weite ... Meer und Himmel im Farbenrausch der Blautöne...




Ich werde die kläglichen Reste zusammensuchen und mir Bilder von den TeilnehmerInnen erbitten.
Damit kommt die Duft-Woche doch noch hier ins Blog... Bitte noch etwas Geduld.

Gerlerntes: Verwende kleine SD Cards (max. 8 GB), davon mehrere ... und speichern, speichern, speichen ... runter von der SD Card...

Samstag, 9. Juli 2016

Die Duftwoche "Happy Düfte" in Ballylickey kann beginnen...

Angekommen. 
Flug, Aircoach und Eiran Bus Nr. 236. Es geht auch schneller und einfacher... allerdings sieht man dann nicht soviel von Land, Leuten, kleinen Häusern und bunten Haustüren...

Schön ist es wieder hier.
Es gibt, im Moment, eine sanfte Hydropflege für die Haut - gratis. Der feine, weiche, edle irische Nieselregen hat mich begrüßt. Ich liebe ihn. Diese Stimmung, hat etwas Mystisches und Magisches...
Anheimelnd und gemütlich ist es im "Chalet".

Es hat sich wieder so einiges Schönes getan im Cottage. Der große Raum bereitete mir einen Aha-Effekt. Er strahlt so eine neue Frische und Leichtigkeit aus. „Irische“ Feen waren am Werk und haben gestrichen, genäht, gehäkelt und geschmückt. Das Ergebnis – wunderschön. Es sind so kleine Dinge liebevoll und mit viel Gefühl fürs Detail ausgewählt, wie blaue Dessertteller, weiße Tischwäsche mit Stickerei. Blumen zauberhaft arrangiert. Ein gelungenes Wohlfühlambiente.

...und die TeilnahmerInnen sind unterdessen alle eingetroffen ... aus Österreich, aus der Schweiz und aus dem Norden von Deutschland. Das erste gemeinsame Abendessen  genussvoll eingenommen. Die Begrüßung gelungen.

Die Duftwoche kann beginnen.

Impressionen

Die schönen kleinen Dinge
Eliane Zimmermann in Erwartung ihrer Gäste

Donnerstag, 26. Mai 2016

„Greenwashing" … und ein Vogel kam geflogen

Sonntagabend saß ich mit meinem Notebook noch im Garten und notiert für mich einige Informationen zu Biokosmetik und Naturkosmetik sowie "Greenwashing" Kosmetik und deren Unterschiede.

Als ich bei der sogenannten "Greenwashing" Kosmetik und den Begriffen "Bio" und "Natur" angelangt war ... geschah es!

Völlig unerwartet klatschte etwas auf meinen Bildschirm - ein "Besch(i)ss" von oben, punktgenau zwischen "Greenwashing" und den beiden Worten "BIO" und "Natur".

Der Himmel hatte seine Meinung kundgetan und platzierte sie elegant in Form eines Stoffwechselendproduktes...

Ich war völlig perplex und starrte empört auf das Ergebnis.
Diese Situation und das gerade behandelte Thema konnten grotesker nicht sein!

Ich hatte Glück ... es war offensichtlich keine Möwe.


Den Bildschirm habe ich ganz schnell und konventionell "gewaschen".

Greenwashing (engl.): "grünwaschen", wenn es darum geht sich ein "grünes" Image zu verleihen auch wenn nur der Anschein und nicht den "Inhalt" dazu stimmig ist.

... auch Funkmasten lassen sich ganz praktisch ein "grünes Mäntelchen umhängen". So wachsen in Europa mancherorts seltsame Bäume mitten in der Natur...



PS:
Die Verbraucherzentrale Hamburg hat das Thema "Greenwashing" Kosmetik auf ihrer Internetseite aufgegriffen (http://www.vzhh.de/ernaehrung/30538/greenwashing-bei-kosmetik.aspx).

Wer Inhaltsstoffe checken möchte wird hier fündig  (www.codechek.info)

Samstag, 21. Mai 2016

Duftkommunikation mit LAVENDEL

Unfreiwilliger Selbstversuch mit LAVENDEL! 


Nach einer überstandenen "Generalreinigung" (Magen/Darm/Infekt) wünschte ich mir endlich einen erholsamen Schlaf. ...und was ist da üblicherweise das Mittel der Wahl: LAVENDEL. 

Also schnappte ich mir mein Fläschchen schnupperte kurz daran, fand den Duft "etwas" aufdringlich und fordernd. Ignorierte es erhaben und der LAV hatte keine Chance, er musste ran. 1 Tr. aufs Dekolletee und 3 Tr. aufs Fleckerl ... so gerüstet ab ins Bett ... denn gleich käme der Schlaf... 

Denkste! 

Ca. 3 Std. vom Feinsten: Vollwaschgang mit Intensivschleudern. 
Herumwälzen, unterbrochen von mehren Alptraumsequenzen ... es war wie durch die Hölle gehen.
...offensichtlich setzte der LAV die Generalreinigung auf der seelischen Ebene fort und das ziemlich heftig! Irgendwann kam dann der erlösende Schlaf.
Ich kann dem LAV nicht einmal einen Vorwurf machen, er hatte mich gewarnt ... denn sein Duft "versprach" mir: ich werde dich bedrängen und herausfordern..., wenn du mich jetzt nimmst. 
Nun ja, hätte frau schon mal etwas von "Duftkommunikation" gehört, hätte sie seine Ansage sicher ernst genommen (schmunzel).
Übrigens:
LAVENDEL ist die Duftpflanze des Jahres 2016  am 12.11.2016 in Graz 
und vorher gibt es zwei Tage Duftkommunikation (II) am 10.-11.11.2016 in Graz

Sonntag, 3. Januar 2016

Duftkommunikation - ganz praktisch...

Gestern testete mein "Rotpunkttropfen-Kommunikationsanbieter" wieder einmal meine Toleranz- Schmerz-Grenze. Jedes Mal, nach max. 2 min, war er der Meinung ich hätte lange genug telefoniert... Offensichtlich habe ich den Test bestanden, denn am Abend gab er mir wieder Zeit - ohne Limit.
Vielleicht war er ja auch ganz bei der Sache, weil es so spannend war, dieses duftanrüchige Gespräch. Ein Gespräch mit meiner langjährigen, lieben Aroma-Freundin. Ihr Duft-Erlebnis hat mich so begeistert, dass ich es euch, inhaltlich, nicht vorenthalten möchte.
Danke, B., dass ich darüber berichten darf...

Samstag, 2. Januar 2016

Wünsche zum neuen Jahr

Zuerst ein herzliches Dankeschön an Euch alle, für's Hereinschauen beim Olfaktorischem DuftGespräch. Ich staune immer wieder, wenn ich höre: ja, ich habe es auf deinem Blog gelesen... und ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns auch 2016 "wiedersehen" und vielleicht auch ganz einfach einmal sehen...


...die vier Fotos sind, am 01.01.2016 (!), in Jena entstanden. Scheint ein besonderes Jahr zu werden.