Mittwoch, 31. Dezember 2014

Bye Bye Ardnagashel..

ich bin froh deine Bekanntschaft gemacht zu haben. Deine Gastfreundschaft, deine Schönheit und die Mystik deines Ortes haben sich tief im Herzen eingegraben.
Meine erste Begegnung mit Irland - eine erlebnisreiche Duftwoche in Ardnagashel... bei Eliane Zimmermann

Sonntag, 2. November 2014

Ein Duft-Gespräch...

Kürzlich hatte ich das große Glück einer 85 jährigen Dame im Duft-Gespräch zu begegnen.
Es war ein besonderes Erlebnis und Geschenk zu gleich.

Sie wollte eigentlich nur schauen, welcher Duft ihr ein hilfreicher Begleiter in den wachen Momenten ihrer Nächte sein könnte. Und der ihren Gedanken, um ihre bewusst gewordene Endlichkeit, den Stachel der Unruhe und Besorgnis etwas nimmt.

Freitag, 31. Oktober 2014

Ein Zuckerpeeling hat Manier...

Zuckerpeelings sind sooo süß! Das findet auch die Haut und wird streichelzart. Fast perfekt! Wenn da nicht das Zuckerpeeling hin- und wieder die Contenance verlieren würde. Es krümelt und kleckert hemmungslos. Anders gesagt, es macht richtig "Sauerei". Da nützt es auch nichts, ihm zu erklären, dass es nicht dafür geschaffen wurde, um Waschbecken oder Duschwanne zu schrubbeln. Bei aller Begeisterung für seine zuckersüße Art, trübt sein "Verhalten" den Genuß (nachhaltig!). Fettige Griffe, rutschige Dusche törnen ab und sind nicht ohne!
Also suchte ein Problem nach einer Lösung. Meine Gedanken kamen in Schwung und riefen: Nimm doch Kokosöl!
Kokosöl wird fest, wenn die Temperatur unter 23°C (˂ 25°C) und schmilzt auf der Haut.
Probiert, getestet, korrigiert bis es gefiel und zufriedenstellend funktionierte.  

Hier das Ergebnis: 
Ein portionierbares Zuckerpeeling in handlicher fester Form, quasi  Zucker-Peeling-Melts


Abgefüllt in Muffinförmchen. Diese Backförmchen dienen auch als Transport- und Aufbewahrungsmittel. So dürfen die Zucker-Peeling-Melts mit in die Dusche (aber nicht unter die Dusche!). Zerbrechlichen Glasbehälter spielen keine Rolle mehr.

Es ist gelungen, dafür alle Zutaten aus dem Lebensmittelangebot auszuwählen. Denn "die Haut ißt mit", sie liebt eine gute Küche... 

  
Zucker-Peeling-Melts (ZPMs)
Das ist drin:
25 g ungehärtetes Cocosfett (entspricht etwa einem Teilwürfel aus der Packung)
1/2 TL natives Kokosöl (ca. 5 g)
3 EL weißer Zucker (ca. 45 g)
4 EL brauner Rohrzucker (ca. 60 g)
1/2 TL Vanillezucker (bio)
1 Msp Bio-Zitronenschale, gerieben (pulverförmig) Backzutaten
3 Tr. Würzessenz* (oder 3 Tr. 100% naturreines ätherisches Öl - Kosmetikum für Aromapflege)

...und so habe ich es gemacht:

Cocosfett + Kokosöl ins Becherglas geben (ein kleines Marmeladeglas geht auch), das Ganze ins Wasserbad (max. 80°C) stellen und schmelzen lassen.
Unterdessen Zucker mit Vanillezucker und Zitronenschalenpulver vermischen.
Das flüssige Kokosöl bis auf ca. 40°C abkühlen lassen und die 3 Tr. Würzessenz (z.B.: "Capri", "Orangenzauber" o.a.) gut unterrühren. Nun unter Rühren das Kokosöl zum Zucker geben (die Konsistenz sollte wie gut durchtränkter nasser Sand sein, darf ruhig etwas "suppen").Diese Masse zügig in die Bachförmchen füllen (etwa 2/3) und vorsichtig mit einem kleinen Löffel andrücken. 
Die Förmchen kühl stellen (ca. 15 - 30min), nicht in den Kühlschrank. 
Zum Schluß verpacken und beschriften. Bitte das Rührdatum nicht vergessen! 
Ich würde empfehlen, sie in 2 bis max. 3 Monaten aufzubrauchen. Wenn sie diese Zeit überhaupt erreichen und sich nicht schon vorher völlig der Haut ergeben haben.

Günstig ist es, die ZPMs kühl und dunkel und außer Reichweite von Kindern aufzubewahren (denn ein zuckersüßer verdorbener Magen ist nicht chic!).

Wer allergisch auf Düfte oder bestimmte Substanzen reagiert, sollte sie natürlich meiden!

So, dies ist nun meine ganz persönliche Wohlfühlvariante - d.h., für jeden Anderen kann sie ganz anders aussehen.

Noch ein Wort zum Zucker:
Ich habe gemerkt, dass der weiße Zucker sehr wasserdurstig ist und sich schnell auflöst (verbraucht). Der braune Rohrzucker (den ich verwendete) hatte eine größere kristalline Struktur und braucht etwas länger, dafür rubbelte er aber gut auf der Haut. Wenn der Schrubbel-Rubbel-Effekt zarter sein soll, dann entweder nur feinen weißen Zucker verwenden oder nach braunen Zucker mit feiner Körnung schauen oder weißen Zucker mit wenig braunen Zucker mischen. Einfach austesten.


Der Schrubbel-Rubbel-Akt:
Das ZPM auf die nasse Haut streichen. Anschließend kreisend einmassieren (peeling). Danach die Haut mit warmen Wasser abspülen/abduschen. Zum Trocknen abtupfen und fertig ist die streichelzarte Haut. Ich glaube, die Haut freut sich über das angenehme Pflegegefühl durch den Kokosölanteil.

Impressionen einer Duft-Rühr-Spiel-Runde


* Würzessenzen sind für Lebensmittel zertifizierte 100% naturreine ätherische Öle/Mischungen, die in der AromaVitalküche Verwendung finden.

Mittwoch, 7. Mai 2014

Erinnerungen an den 1. Fachkongress für komplementäre Aromapflege....

Innerhalb einer Woche zwei, mit viel Herzblut initiierte, dufte Kongresse rund um den "Star"  ÄÖ. ...und so ging meine Reise von Wien nach Neubrücke(Nahe).  Es blieb dazwischen eben mal so viel Zeit, um den Koffer neu zupacken.
Der "1. Fachkongress für komplementäre Aromapflege und Prävention im Gesundheitswesen" (hier) rief.

Als die Organisatorinnen vor einem Jahr die Idee zu diesem Kongress hatten, dachten sie an eine Größe von max. 80 Besucher. 180 Besucher kamen - aus allen Himmelsrichtungen!
Dieses Ergebnis spricht für sich und für das große Interesse am Thema Aromapflege.
Die Organisatorinnen und Veranstalterinnen: Sabrina Herber (hier), Sara Schütz und Gertrud Schneider haben ein Meisterstück hingelegt. Vor einem Jahr bestand das Wort Kongress für sie noch aus 8 Buchstaben...
Respekt vor dieser Leistung und ein herzliches Dankeschön für diesen Mut und Glückwunsch zu diesem Ergebnis.

Gertrud Schneider (li.), Sarah Schütz (m.) und Sabrina Herber (re.) *
* Mit freundlicher Genehmigung von Sabrina Herber http://vivere-aromapflege.blogspot.de/
 
Es war ein Kongress u.a. mit vielen Beiträgen (hier) aus der Praxis für die Praxis. Unglaublich, wieviele positive Beispiele aus und mit der Aromapflege zu berichten sind. ...und was alles möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen. Begeisterung, fundiertes Wissen, viel Geduld und Gesprächsbereitschaft sind die Helfer, die die "Anderen" mit ins Aromapflege-Boot einladen.
 Die Zusammenarbeit im Team, mit Ärzten und Verwaltungen der Einrichtungen kann gelingen und ist nachhaltig machbar ... und wer einmal auf der Duftspur ist, kommt so leicht davon nicht wieder los.

Das Potential der ÄÖ, der Wohlgeruch und die sichtbaren Ergebnisse haben eine eigene Überzeugungskraft.
Aromapflege beschränkt sich nicht allein auf die Anwendung ÄÖ sondern auch der Einsatz nativer Pflanzenöle gehört zu ihr.
Anzuschauen, wie sich trockene, schuppige Haut in eine geschmeidige und gepflegte Haut verwandeln kann ist beeindruckend. Es braucht dazu im Grunde wenig, vielleicht ein gutes kaltgepresstes Olivenöl oder etwas Johanisskrautöl dazu oder ein natives Aprikosenkernöl, vielleicht auch nur ein natives Kokosöl und die Haut "atmet" auf. Es muss nicht einmal ein ÄÖ dabei sein, die Inhaltsstoffe der nativen Pflanzenöle sind pflegend genug. ...und weshalb nicht schon im aromatischem Waschwasser etwas von einem pflegenden Pflanzenöl beigeben - es kann den "Arbeitsgang" des Eincremens erübrigen... (Praxiserfahrung von Referentin Conny Mögel hier).
Weshalb auch sollten qualitativ hochwertige reine Pflanzenöle nur dem Salat vorbehalten sein, auch unsere Haut ist eine Feinschmeckerin. Irgendwo habe ich einmal gehört, dass was man/frau sich auf die Haut "schmiert", sollte man/frau auch essen können - denn die Haut "isst" mit. ...und Erdölprodukte tun dem Motor unseres Autos sooo gut.

ÄÖ & menschliche Zuwendung sind Gefährten mit Potential in der Betreuung und Pflege bei Demenz und im Umgang mit herausfordernden Verhalten (wie Aggression und Gewalt).  Prävension ist hier ein gutes Mittel der Wahl, denn ein Mensch der entspannt ist, kann nicht gleichzeitig Angst und Aggression empfinden - und ÄÖ leisten hier einen mittlerweile bekannten und erforschten Beitrag. Selbst ein Überwachungsmonitor kommt nicht umhin, das beruhigende Wesen der Melisse und seine Herz-Freundlichkeit nachweislich anzuzeigen...

Immer wieder kam in den Praxiserfahrungen zum Ausdruck, dass sich auch die Pflegenden damit gut fühlen und Veränderungen im täglichen Pflege-Beziehungsgeschehen positiv wahrnehmbar werden.

Nun ja... - Aromapflege pflegt auch Pflegende...


Donnerstag, 1. Mai 2014

Erinnerungen an den III. VAGA - Aromakongress

Vor einer Woche noch in voller Aufregung und Erwartung und nun schon eine unvergessliche Erinnerung: der III. VAGA-Aromakongress in Mauersbach bei Wien. Es waren zwei Tag der besonderen GenussArt - perfekte Organisation, Vorträge die fesselten und ein tolles (internationales) Publikum. Die Atmosphäre machte den ÄÖ alle Ehre.
Der VAGA - Vereinigung für Aromapflege und gewerbliche Aromapraktiker, als Veranstalter, gelang es, Wissenschaft, Praxis, Gesetzlichkeiten  u.a.m., in einem Reigen so zu verbinden, dass die Zeit wie im Fluge verging.
Die VAGA ist die größte Aroma-Vereinigung in Österreich. 

Die Vorsitzende der VAGA, Frau Ingrid Karner ging in ihrer Eröffnungsrede u.a. auf die seit knapp einem Jahr - für gewerbliche Aromapraktiker- bestehende Möglichkeit eine Befähigung zu erlangen, die die Chance eröffnet im gewerblichen Rahmen individuelle, auf den Kunden abgestimmte, Aromakosmetikprodukte herzustellen.
Es ist eine zusätzliche fakultative Möglichkeit, die neben der vorhandenen etablierten Aromaproduktlandschaft, im speziellen Rahmen zum Einsatz kommen kann. Die  bewährten Verfahrensweisen in der Aromapflege (Aromapflegeprodukte) werden davon nicht berührt.
Bewundernswert, mit welcher Begeisterung und Ausdauer Ingrid Karner die ÄÖ, auch im Kontext einer ursprünglichen "Volksmedizin", im gesellschaftlichen Rahmen vernetzen und damit verankern möchte. Damit ist es nur logisch, dass bei diesem Kongress auch Vertreter der Wirtschaftskammern zu den Gästen gehörten. Persönliche Lobbyarbeit, zwar anstrengend und manchmal frustrierend, ist ein guter Weg, um viele ins Boot der ÄÖ, Aromapflege zu holen und Vorurteile gegenüber den ÄÖ abzubauen.

Als ich am Freitagabend den noch leeren Saal anschaute, wünschte ich mir augenblicklich ein Taxi zum Bahnhof herbei - im Saal standen Stühle für ca. 200 Gäste... und sie kamen alle...


Ich bin sehr froh, dass ich doch geblieben bin, es wäre mir, neben den interessanten Vorträgen auch anderes Bemerkenswerte entgangen, wie z.B.:
Die charmante Moderation von Frau Mag. Sabine Hönig. Sie gab der breiten Vielfalt einen stilvollen Rahmen, mit leichter und eleganter Hand dirigierte sie fast unmerklich den zeitlichen Ablauf.

Im Foyer lauerte an diesen zwei Tagen die Verführung pur - Produkte mehrerer großen und kleineren, namhaften ÄÖ-Anbieter zum "beschnuppern" und kulinarische Genüsse in den Pausen.

Für das Gelingen dieses Kongresses stand und wirkte im Hintergrund eine Frau, die professionell, mit Ruhe und Gelassenheit und wahrscheinlich mit Nerven, wie Stahlseile (vielleicht auch mit einem Helden-Kraft-ÄÖ) dieses Ganze für das Gelingen aufbereitete und arrangierte: Päivi Blöchl

Hier ein Link zu Eliane Zimmermanns Kongressbericht 

Und wie es der Zufall wollte liefen  mir die Aromagernerationen vor die Kamera. Wie z.B., die beiden "Groß(en) Mütter"  der deutschsprachigen Aromawelt - Ruth v. Braunschweig und Eliane Zimmermann - gefolgt von den neuen Generationen.
Ruth v. Braunschweig meinte: "In meinen Seminaren sitzen bereits die Enkelinnen ehemaliger Seminarteilnehmerinnen..." und das mit Begeisterung.

Aromagenerationen: Päivi Blöchl (li.), Ruth v. Braunschweig (2.v.li.), Ingrid Karner (mi.), Sandra Haslinger (2.v.re.) und Eliane Zimmermann (re.)
Es gibt auf diesem Bild noch eine Besonderheit: Zwei Autorinnen zum Thema Pflanzenöle stehen neben einander (leider fehlt dabei Tina Krupalija - Mitautorin des jüngsten Pflanzenöle Buches).

Der Klassiker (li.) und das neue "Baby" (re.)
Übrigens, beide Bücher gehören in einen gut sortierten Pflanzenöle-Haushalt. Sie haben beide ihre ganz eigenen Spezialitäten.

Impressionen zum Kongress


Danke, für diesen tollen Kongress.

Donnerstag, 17. April 2014

Aromapflege pflegt...


  
Berge von Material, PowerPoint mehrfach gekürzt, zufällig Gelöschtes wieder neu gestaltet, Drucker leergelaufen... aber es gibt eine Endvariante. Geschafft, zu mindest diesen Teil ... das andere kommt noch... nächste Woche beim

III. VAGA-Aromakongress 26. - 27.04. 2014  in Wien

und eine Woche später zum

1. Fachkongress für komplementäre Aromapflege und Prävention im Gesundheitswesen   
02. - 03.05. 2014 am Umwelt-Campus Birkenfeld


Je tiefer ich in dieses Thema einsteige, um so mehr komme ich zu der Überzeugung: Aromapflege ist gelebte Betriebliche Gesundheitsförderung und zwar täglich.
Im Pflegebereich können mit ihr gleichzeitig mehrere Handlungsfelder günstig gestalten werden. Das Potential der Aromapflege ist im Grunde phänomenal ergiebig.


Neben Möglichkeiten zu Verhältnisprävention, gestaltet die Aromapflege im "Nebeneffekt" Verhaltensprävention bei  Beschäftigten UND Bewohnern/Patienten...

Sonntag, 16. März 2014

Ich hab's getan... (1/2)

kurz entschlossen sattelte ich mein "pferd" und ritt gen westen... eine gesundheitsmesse mit einem vortrag über ÄÖ war mein ziel. ich wollte es endlich wissen, was sind das für öle, denen das adjektiv "therapeutisch" vorauseilt und ihnen einen gewissen reiz verleiht. was tun sie? was machen sie? was unterscheidet sie von anderen ölen? wofür steht der begriff "therapeutisch"? steht er dafür, dass die öle aus sich selbst heraus therapeutisch wirken, quasi öletechnisch heilen? oder dafür, dass es öle sind, die nur für therapeuten bestimmt sind?...

glücklich einen platz gefunden. in froher erwartung auf die referentin und auf das was sie uns (den besuchern) kund tun wird.

was für eindrucksvolle worte zu den ölen! ... vor 6000 jahren..., in der bibel schon erwähnt und benutzt..., maria magdalena, die die öle (ÄÖ) über frankreich nach europa brachte..., die druiden..., die weißen frauen (hexen), die diese öle ebenfalls schon kannten und anwendeten... und natürlich hildegard v. bingen...usw.
ich muss gestehen. ich war etwas verwirrt und konnte dem schnellen wechsel zwischen heilen, ritual, räuchern und ÄÖ nicht ganz folgen - nun ja, die vortragszeit war auch sehr knapp, 30 min, da dürfen sich differenzierungen schon mal diskret zurückhalten...

JETZT ENDLICH! die dame lud uns - die besucher - ein, 10 öle kennenzulernen; selbstverständlich freiwillig.
ja, ich wollte!
freiwillig hielt ich, wie angesagt, meine linke hand hin, um in ihr ein tröpfchen des kostbaren öles zu empfangen. natürlich kommt selten ein tröpfchen allein, ein zweites fand auch noch seinen platz auf meiner hand. nun durften wir mit der rechten hand im uhrzeigersinn das öl in der linken hand verreiben und daran riechen  - es war zitrone. meine hände waren klitscheklatsche nass! dann kam die pfefferminze (wieder huschten 2 tr. auf meine hand) - linke hand, mit rechter hand verreiben und dann... mit der rechten hand den nacken, die stirn, die schläfe und den scheidelpunkt (kronenchakra) einreiben.

meine nachbarin meinte plötzlich, mein auge brennt - ich riet ihr, bloß nicht mit dem finger darin zu reiben...

...und bei mir: ein beissendes und pelziges gefühl und ein geschmack auf der zunge und im rachen.... eine dame hinter mir stieg aus, sie wollte nichts mehr. ich aber gab nicht auf, nahm den lavendel und noch zwei SUPER-mischungen. ... die zweite davon (u.a. mit zitrone, zimtrinde, nelke, rosmarin) gab mir den rest!
leider war dann die zeit um und der vortrag zu ende und wir kamen nicht mehr in den genuss der restlichen proben.

WOW! was für eine erfahrung! mein ganzer körper war in aufruhr. es hat sich NICHT wirklich gut angefühlt. das war schlicht zu viel!!! 10 tropfen ÄÖ (es kamen immer zwei aus der flasche) pur auf die haut in solch kurzer zeit und dazu noch solche "hammer"-öle...
nach einer guten halben stunde, kam ich langsam wieder bei mir an, der druck auf das herz lies nach, das gefühl der unruhe ging zurück. ich habe mich noch nie so unwohl gefühlt mit ÄÖ und ich verwende ÄÖ nun schon seit 20 jahren!
das lederhautgefühl auf den händen blieb.

trotz mehrmaligem händewaschen wurde ich den geruch von nelke und zimt auf meinen händen nicht los. so wurde die heimfahrt zum olfaktorischen stress.
die quittung für mein experiment bekam ich dann noch von meiner hundefreundin EMMA. sie lies sich nicht von mir streicheln, zog den schwanz ein und bleib in angemessener entfernung mit traurig fragenden augen vor mir stehen... so etwas hat sie noch nie gemacht (und ich auch nicht).

ich bin noch immer über die unbekümmertheit dieser dame oder ihren mut oder was auch immer,  verblüfft. fremde menschen, auf diese art und weise mit ÄÖ bekannt zu machen - pur auf die haut zu tropfen, ohne zu hinterfragen, ist mehr als gewagt.

ich bleibe in vorträgen/workshops bei meinen duftstreifen. da ist das eine ende gekennzeichnet, zum anfassen, aufs andere ende kommt ein winziges tröpfchen ÄÖ, zum riechen.
die sicherheitsregel dabei ist, nicht mit dem ÄÖ in kontakt zu kommen. so kann auch nicht aus versehen ÄÖ ins auge gelangen, wenn mit dem finger darin gerieben wird.
in gruppen kenne ich weder den gesundheitszustand dieser menschen, noch irgendwelche andere befindlichkeiten und damit ist JEDER "invasive einsatz" von ÄÖ "ein absolutes NO-GO"! da ticken in meinem hinterkopf worte wie verbraucherschutz, haftung usw.
ja und ich bleibe bei den "verdünnungen" der ÄÖ und "strecke" sie mit pflanzenöl, wenn ich sie auf der haut anwende. dosierungen von 0,5 - 1% ÄÖ (max. 3%) stimmen die haut freundlicher.

dieser vortrag war wohl eher eine produktpräsentation, die liste zum eintragen ging selbstverständlich auch herum...

so, und was hat es nun mit dem adjektiv "therapeutisch" auf sich? ich weiß es nicht und die dame konnte es mir auch nicht erklären. ich solle meine "beraterin" fragen. sie war sichtbar erleichter, als ich sie wieder verliess... nun zieht sie weiter von messe zu messe und verschenkt tropfen...

umsonst war mein ritt zur gesundheitsmesse nicht, denn ich habe in diesen 30 min neue begriffe gehört, die mich zur recherche beflügeln... das könnte für einen teil 2 reichen





Montag, 10. Februar 2014

Die Melisse ruft...

Das Projekt (hier)

Die Melisse ruft all ihre Freunde, Liebhaber und Bewunderer zu einem "duften" Wettstreit in die Alte Universität zu Graz. 

Am 21. Juni 2014 ist es wieder soweit, und die Melisse kann sich in ihrer Vielfälltigkeit präsentieren. 
6 Kategorien bieten ihr dafür eine Bühne - ob Wissenschaft, Medizin, Kultur oder Kunst... Geistreich, kreativ, genussvoll, so möchte die Melisse sich an diesen Abend  zeigen und die Menschen, die ihr Bestes hervorgebracht haben.

Einsendung der Projekte bis 31.03. 2014.

Vor einem Jahr (hier) startete der Thymian mutig und sehr erfolgreich in dieses Projekt. Es war ein unvergesslicher Abend ( hier ). Ich hätte nie für möglich gehalten, wozu diese kleine Pflanze Menschen anregen kann - sehr weit über den bekannten "Husten-Tee" hinaus.

Mich begeistert diese Projektidee - eine Pflanze steht im Mittelpunkt und verbindet Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen mit ihren ganz persönlichen "Beziehungen" zu dieser Pflanze.
...und da ist noch die Begeisterung der VeranstalterInnen, die mit viel persönlichen Einsatz und ehrenamtlich, den Rahmen fürs Gelingen  des Duftpflanzen-Award schaffen.

Kooperationspartner DGAM informiert über aktuelle Veranstaltungen der VAGA (hier)

Melisse: Im Sommer 2013 (li) und am 30.01.2014 - sie steht in den Startlöchern... (re)
 



Montag, 13. Januar 2014

Eine kleine aromatische Geschichte...


Vor langer Zeit lebte eine junge schöne Frau gemeinsam mit ihrem Mann in einem gemütlichen Haus. Sie waren sehr glücklich und so stimmte sie zu, die alte kranke Mutter ihres Mannes auch ins Haus zu holen. Sie versprach ihrem Mann, sich liebevoll und mit all ihrem Wissen um sie zu kümmern.
Die alte Frau jedoch war verbittert über ihr Schicksal. Die Jugend und Schönheit, und die Fröhlichkeit ihrer Schwiegertochter waren ihr ein Dorn im Auge. Die Alte machte ihr das Leben zur Hölle und beschwerte sich jeden Tag bei ihrem Sohn über deren Unfähigkeit und Nachlässigkeit.
Die junge Frau wurde immer trauriger und unglücklicher, ihr helles Lachen war verschwunden und es grauste sie jeden Tag mehr, zu der alten kranken Frau ins Zimmer zu treten. Sie litt unsäglich unter den Schikanen ihrer Schwiegermutter.
In ihrer Verzweiflung ging sie eines Tages aus dem Dorf hinaus und lenkte ihre Schritte hin zum fernen Waldrand. Hier würde, ganz allein, eine alte Weise Frau wohnen, so erzählte man sich..
Schweren Herzens klopfte sie an die Tür. Die Tür öffnete sich und ein freundliches Gesicht mit gütigen warmen Augen wandte sich ihr zu. Die Frau fragte nach ihrem Begehren. Die junge Frau klagte ihr ihr Leid und bat die Weise Frau inbrünstig ihr doch ein stark wirksames Mittel zu geben, dass sie von dieser bösartigen zänkischen Alten befreien würde. Die Weise Frau schaute der jungen Frau still in die Augen und ging dann nach hinten in ihre geheimnisvolle Kräuterstube. Sie verschloss die Tür.
Nach einer Zeit bangen Wartens, erschien sie wieder und hielt eine dunkle Flasche in ihren Händen.
Sie sprach: "Dies wird dich von deiner Pein erlösen und nach dem nächsten Vollmond wird alles zu deiner Zufriedenheit erledigt sein." Sie wies die junge Frau an, die Füße und die Hände ihrer Schwiegermutter damit täglich, früh und abends, einzureiben. Die junge Frau ging erleichtert nach Hause und machte sich sofort ans Werk.
Anfänglich sträubte sich die Alte, beschimpfte sie wie üblich. Doch schon bald wurde sie ruhiger und manchmal huschte ein Lächeln über ihr Gesicht. Sie sprach freundlicher und erzählte aus ihrem Leben. Sie genoss die Berührungen, lobte die Geschicklichkeit der jungen Frau. ... und sie fing an Worte des Dankes zu finden. Die junge Frau freute sich über die neue Zugänglichkeit ihrer Schwiegermutter. Die gemeinsam verbrachte Zeit wurde immer angenehmer und es geschah öfter, dass die Beiden aus ganzem Herzen lachten. Die Frauen fanden immer mehr Gefallen aneinander.
...und jedes Mal,wenn die Flasche geöffnet wurde, breitet sich fast unmerklich ein wundervoller Duft im Raum aus...

Die Zeit verging und es waren nur noch drei Tage bis zum Vollmond. Die junge Frau wurde immer unruhiger und bereute ihr Vorhaben gar sehr. Sie hatte diese alte Frau liebgewonnen.
Bedrückt schlich sie am Abend vor dem Vollmond zum Waldrand. Weinend bat sie die Weise Alte um ein Gegenmittel, denn sie glaubte nichts anderes, als das der Tod ihre Schwiegermutter kurz bevor stand, so wie sie es ursprünglich wünschte.

Lächelnd antwortete ihr die Weise Frau der Kräuter und Pflanzen, sie bräuchte kein Gegenmittel. Sie hätte bereits das beste Mittel bekommen, dass ihr in  ihrer Situation helfen konnte. Eine Flasche mit duftenden Pflanzenölen…


Diese kleine Geschichte erfasst das Wesen und das Potential der Aromapflege mit ätherischen Ölen.
Ein wohltuender Geruch, Berührung und Zuwendung sind drei Elemente, die Situationen wandeln können.
Die unmittelbare  Erfahrungen mit ätherischen Ölen und mit ihrem Duft, darüber lässt sich viel erzählen.
Es jedoch selbst zu erleben ist eindrucksvoll und unvergessen...

...und so ganz nebenbei - eine mögliche Form alltäglich praktizierter betrieblicher Gesundheitsförderung.


Anmerkung:
Für Alle, die auf den leeren Post "Eine kleine aromatische Geschichte" vom 13.01.2014 geklickt haben - das ist der Text dazu. Er war plötzlich im System verschwunden - meinen Text mit Geduld wiedergefunden.