Mittwoch, 29. August 2012

Sie spricht für sich - die ROSE...

Die Sommerzeit vergeht, doch die Erinnerung an den Duft eines heißen Sommer-Sonntagnachmittages bleibt. So geschehen im Rosarium zu Glücksburg...

Es waren (alte) englische Duftrosen u.a., die mit ihrer Fülle und ihren Farben die Augen verführten und deren Duft die Nase betörte. An ihre Namen kann ich mich nicht mehr erinnern aber an ihren Duft...

Da waren sie,
die zarte Rosafarbene, mit einem Hauch von Palmarosa und Koriander und gefühlten Samtigem,
die strahlend Weiße, mit ihren rot-orange Knospen - Geburtstagsrose aus Kindertagen, ein Duft nach Birnenkompott mit Nelken - die "Identität" DER Rose...
die Sonnengelbe, mit dem noch schwebenden Geruch von feiner Seife auf frisch gewaschener Haut,
die zarte Altrosafarbene, mit ihrem grünen, frischen, apfeligen, etwas "Tschechischem" (Insider werden wissen...) typischen schwer zu beschreibenden Duft,
die Aprikotfarbene, mit ihrer sich ständig wandelnden Mischung aus zitronigem, süßem, herbem - wie ein Pizzelchen von Lemongras im Duft der Mairose,
die Pinkfarbene, mit ihrem überraschenden Duft nach süßen Lindenblüten,
und die kühle Rosafarbene, mit ihrer warmen orange-gelben Mitte - eine stolze Edle Dame mit der Erahnung des geheimnisvollen wilden hingebungsvollen Weibes - Geistvoll und Verführung pur...

Nun sollen die Bilder für sich selbst sprechen...

"Rosarium seaside-garden Glücksburg"





Eine Rose für die Rose...




Unübersehbar stand sie da, die "Stacheldraht-Rose" (Rosa omeiensis pteracantha) mit ihren leuchtend roten Stacheln und ihren unscheinbaren vierblättrigen reinweißen Blüten - ein eindruchsvoller Strauch. Einen Duft der Blüten zu erhaschen war unmöglich. Sie kam Ende des 19.Jhdt. aus China.
 


Eine Rose, wie aus Wachs gegossen - feste, glatte Blütenblätter, so exakt, dass ich mich fragte, ob sie echt ist. Leider war sie für die Nase geruchstechnisch unerreichbar.

 



... oh, es ist ja der 50. Blogartikel - er gratuliert sich mit diesen Rosen-Impressionen selbst, der Schlingel...

Sonntag, 19. August 2012

Die gelben und orangen Blüten der essbaren Tagetes

Vor einem Jahr schrieb ich etwas über die essbare Tagetes und wie ich feststellen konnte, gibt es viel Interesse an dieser bemerkenswerten und wohlschmeckenden Pflanze.
Auch dieses Jahr habe ich mir wieder kleine Pflänzchen geholt. So richtig üppig, wie im letzten Jahr möchten sie aber nicht werden, sie mickern eher dahin.
Einige Pflanzen sind den Schnecken zum Opfer gefallen, die Tagetes scheint ihnen wunderbar zu schmecken, sie haben dafür sogar Hindernisse überwunden.

Meine "Restpflanzen"
Ein Pflänzchen habe ich verschenkt. Bei der Übergabe ist es aus versehen geknickt worden... und dieses malträtierte Pflänzchen sah ich nun wieder - es war ein Busch! Voller Blüten und zweifarbig!
Ein Prachtexemplar!



Keine Ahnung, wie diese Zweifarbigkeit zustande gekommen ist. Vielleicht hatte sich ja an diese eine Pflanze noch ein gelbblühendes Minipflänzchen angekuschelt, Wie dem auch sei, der Tagetes-Busch trägt orange und gelbe Blüten. Beim Kosten der Blüten stellten wir in der Runde fest, das sie geschmacklich und auch geruchlich bemerkenswert von einander unterschiedlich waren. Die gelbe Blüte schmeckte leicht und lieblich, sie erinnerte sehr stark in Duft und Geschmack an eine süße Grapefruit. Die orangfarbene Blüte war scharf auf der Zunge und erinnerte an ein altes Orangenöl, dumpf und etwas streng, auch kam im Duft eher die Tagetes durch. Seltsamerweise konnte ich dies bei meinen "Mickerlingen" (sie haben nur orange Blüten) nicht feststellen.
Die orangen Blüten des Tagetes-Busches waren trotzdem lecker, jedoch im Vergleich zu den gelben Blüten zogen sie eindeutig den Kürzeren.

Gestern gab es nun zufällig auch einen Salat mit Tagetesblüten (wie vor einem Jahr).... aber mit Zusatzprogramm...

Gemischter Salat mit Schafskäse, Wildkräutern und Blüten der essbaren Tagetes...
... mit Olivenöl aus Istrien und nach Art des "Hauses"...