Samstag, 24. März 2012

Gedanken zur "gefährlichen" Kennzeichnung von Ätherischen Ölen


Aus meinem "kleinen" Kommentar zu einem Beitrag, von Eliane Zimmermann, ist plötzlich ein Artikel geworden und ich habe mich entschieden, ihn auch hier einzustellen.
Das Andreaskreuz wird bald verschwunden sein und dann sieht es so aus, wie es Monika Volkmann zeigt.

Die Einstufung und Kennzeichnung nach GHS (Global Harmonisiertes System) basiert auf den intrinsischen Eigenschaften der betrachteten Stoffe und Gemische. Die CLP-Verordnung (Classification, Labelling and Packaging) regelt inhaltlich Einstufung,  Kennzeichnung und Verpackungsanforderungen und bis 2015 müssen auch Gemische so  gekennzeichnet sein ( wie die Stoffe jetzt schon). 
Wegfällt z.B das Andreaskreuz mit den Kennbuchstaben Xn  (Gesundheitsschädlich)u. Xi (Reizend).

Dafür kommt:
 „Gesundheitsgefahr“ ( der schwarze Oberkörper mit der“ inneren Explosion“ im roten auf der Spitze stehenden Quadrat); 
“Ausrufezeichen“ (schwarzes Ausrufezeichen im roten auf der Spitze stehenden Quadrat)  und die „Gasflasche“ (ebenso) neu hinzu.
Sowie die Signalwörter „GEFAHR“ für die schwerwiegenden Gefahrenkategorien und „ACHTUNG“ für die weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien. 
Das Orange ist zwar weg, sieht jedoch nicht wirklich besser aus.

Der Lieferant eines Stoffes oder Gemisches ist für diese Kennzeichnung verantwortlich. D.h., wenn die ÄÖ „losgeschickt“ werden, müssten sie alle  so gekennzeichnet sein. 
Sie werden grundsätzlich als chemische Substanz mit entsprechenden Eigenschaften behandelt. Im ehrwürdigen Gildemeister/Hoffmann spricht man auch schon von chemischen Stoffen, denn die ÄÖ-Pflanze hat z.B. durch die Destillation schon eine „Bearbeitung“ erfahren, mit mehr oder weniger chemische Reaktionen. Würde aus dem gleichen Pflanzenmaterial eine Infusion hergestellt (Teeaufguß) dann gibt es keine Kennzeichnungspflicht.

Ursprünglich sind alle ÄÖ  „gefährlich gekennzeichnet“, wenn sie dann auf ihrem Weg zum Verbraucher z.B.: ein Arzneimittel, ein Kosmetikum, ein Lebensmittelaroma, ein Futtermittelzusatz usw. werden, verlieren sie diese Warnhinweise (müssen dann nur nach ihrem neuen „Outfit“ gekennzeichnet werden) nur die ÄÖ, die für die Raumbeduftung bestimmt sind (Bedarfsgegenstand) bleiben „gefährlich chemisch“ und behalten die Sicherheits- und Warnhinweise. 
Ich glaube, da ÄÖ nicht als unveränderte Naturstoffe betrachtet werden (wie Heil- oder Wildkräuter) und die Erforschung ihrer Einzelstoffe so umfassend ist, sind sie gesetzlich zum chemischen Stoff bzw. Gemisch geworden. Durch ihren bestimmungsgemäßenVerwendungszweck (Absicht der Verwendung) fallen sie dann unter die entsprechenden Gesetze mit deren Regelungen.  Zu der ganzen Kennzeichnungsgeschichte ist über das für die CLP-Verordnung zuständige www.umweltbundesamt.de (Publikationen) und die www.baua.de  (REACH-Help desk) etwas zu finden.

Da es ursprünglich nur ein Kommentar war, der "nach oben gerutscht ist". Ist mir heute morgen, beim darüber nachdenken, diese Ergänzung noch eingefallen (wieder als Kommentar ebda.):

Mit der Betrachtung der  ÄÖ als Kosmetikum ist eine „haftungsrechtlich“ saubere  Variante geschaffen wurden. Das  ÄÖ kann in der Anwendung zur Aroma-Massage, Aromabad und in der Aroma-Grundpflege „bauchschmerzenfrei“ angewendet werden. Also in allen Fällen, wo es u.a. im offiziellen Rahmen mit der Haut in Kontakt kommt. 
Da in den als „gefährlichen“ gekennzeichneten Fläschchen in der Regel der gleiche ÄÖ-Ausgangsstoff enthalten ist, ist für meine ganz private Selbstpflege eine andere Anwendung als die vom Inverkehrbringer vorgesehene Verwendungsart, mein reines Privat-Vergnügen, die Folgen natürlich auch. D.h., ich kann den Inverkehrbringer nicht für Schäden zur Rechenschaft ziehen, es sei denn, es war nicht drin was darauf stand.

Grundsätzlich will der Gesetzgeber verhindern, dass durch Chemikalien Gesundheits- oder Umweltschäden entstehen. 
Und wenn eine Einzelkomponente im Stoff gefahrvolle Eigenschaften hat, dann ist es bei der z.Z. üblichen Betrachtung völlig irrelevant, ob diese Komponente in einem Lösungsmittel aus dem Baumarkt oder in einem wunderbar duftenden ÄÖ enthalten ist. Sie ist drin –Punkt!

Das in einem ÄÖ dieser z.B. „reizende“ Stoff von anderen Bestandteilen erfolgreich abgefedert wird und in der Komplexibilität schädigend nicht hervortreten würde (Ausnahmen möglich) ist eine ganz andere Geschichte. Der Nachweis könnte nur erbracht werden, wenn das ganze ÄÖ in seiner stofflichen Wirkung untersucht würde, sehr aufwendig, kostspielig und müsste jedesmal wieder neu gemacht werden, den der große Vorteil der  ÄÖ,  ihre „Lebendigkeit“, wird hier zum Nachteil. Deshalb greifen die Firmen auf die Einzelstoff-Beurteilung zurück.

Der Gedanke, in wie weit die Kennzeichnung ein möglicher Störfaktor auf das ÄÖ sein könnte, können wir glaube ich vernachlässigen. Die ÄÖ sind energetische Kraftpakete und hart im Nehmen. Viel wichtiger sehe ich dabei unsere Gedanken, denn sie haben möglicherweise einen größeren Einfluß. Unsere Abwehr und „Erwartungshaltung“ ist viel entscheidender („Rosenthal-Effekt“).

Für mich ist es beruhigend zu wissen, das  ÄÖ als Kosmetikum  und als Chemikalie eingestuft sind, denn damit sind sie freiverkäuflich und stehen uns zur eigenverantwortlichen Gesundheit- und Selbstpflege zur Verfügung. Ein ÄÖ als Chemikalie muß keine DAB-Qualität aufweisen, was ja bekanntermaßen nicht unbedingt von Nachteil ist

Haben die ÄÖ keine „ungeliebten“ Kennzeichnungen mehr, dann haben sie vielleicht eine Zulassung zum Arzneimittel  und die freie Zugänglichkeit könnte dann ein anderes Thema sein (für Aroma-Therapeuten im therapeutischen Kontext kein Problem).

Die Anpreisung und Auslobung, entscheidet, ob ein ätherisches Öl ein Arzneimittel, ein Kosmetikum oder eine Chemikalie ist, und damit auch welcher Gesetzgebung es untersteht.

Also, versuchen wir mit diesem Wissen darum, mit den Gegebenheiten klar zu kommen und das Beste daraus zu machen.



Dienstag, 20. März 2012

Schau-Destillation bei den Rottaler Aromaölen (letztmalig!)

Mit ihrem Herzens-Engagement für ÄÖ, hat es Monika Volkmann geschafft, drei letzte Termine (14. Juli/ 28.Juli und11. August 2012) für Exkursionen mit Destillation bei der Fa. Rottaler Aromaöle zu organisieren.

Ab 2013 wird es diese Möglichkeit nicht mehr geben, dann bleiben nur die ferneren Ziele wie Frankreich, Italien oder noch weiter weg...

Möglich, das es etwas übertreiben ist, aber Jede/r die/der  ÄÖ aus einem Fläschchen "tropft", sollte einmal einer Destillation mit allem Drumherum beigewohnt haben. Es ist unvergesslich, eindrucksvoll und macht respektvoll gegenüber jedem einzelnen Tropfen aus dem Fläschchen.

Nähere Informationen und Anmeldung hier.

Meine Schätze aus Bayern: ein Melissenöl und ein Melissen-Hydrolat


Das Melissen-Hydrolat ist schon "uralt" von 2005. Das Etikett hat ordentlich gelitten, jedoch nicht das Hydrolat. Es riecht noch sehr gut und ist klar.


Melisse

Freitag, 16. März 2012

Der Duft der Märzenbecher

Heute ging es zum Erdengraben bei Dornburg, die Märzenbecher besuchen. Was für ein Tal! Durchschreitet man das "Tor", so öffnet sich eine andere Welt, urwüchsig, wild und phantastisch.




...meine Augen schauen auf dich...



 Ein geheimnisvolles Tal, bewachsen mit alten Laubbäumen und durchzogen von einem kleinen Bachlauf.
Alle Alltagsgeräusche blieben am "Tor" zurück. Hier im Tal ist eine wohltuende  erfüllende Stille zu hören. Geräusche und Töne, die das Gehör entspannen: das Summen der Bienen, das Rascheln einer Maus im Laub, der Gesang der Vögel, das Klopfen eines Spechtes, das Knacken der Äste und das ruhige Plätschern des Bächleins...

...und ein Regenwurm kam leise "angerannt"...
Auf der Haut ist die Wärme der Sonne zu spüren und ein leichter bewegter Lufthauch. Die Augen schauen das frische Grün und einen Blütenteppich aus weißen Glöckchen - die Märzenbecher.
Dazwischen blinken kleine Goldsternchen und das Violett/Rosa der Blüten des Lungenkrautes, auch die Leberblümchen sind da. Weiße und gelbe Buschwindröschen zeigen sich schon hier und da und der Aronstab treibt schon mal seine Blätter voraus.








Es geht doch nichts über eine Freundin, die u.a. solche belebenden Plätze kennt und auch noch das, was da so wächst - es erschliessen sich mir neue Welten und Blickwinkel. Mir wird bewußt, dass nicht nur der Schatz in der Flasche, das ÄÖ, das Ultimative und "Wichtigste" ist, sondern es sind die lebendigen Pflanzen in ihrem Lebensraum, die das Ganze erst rund machen. Auch wenn aus den benannten Pflanzen keine ÄÖ gewonnen werden können, so machen sie mir sehr deutlich, wie wichtig dies für das Betrachten und für das Verständnis ist. Danke für diese Einsicht!

Wir erfreuten uns an dieser wunderbaren Welt, als uns plötzlich ein himmlischer Duft einhüllte. Intensiv und doch zart, süß und verführerisch. Woher kam er? Sollten es die Märzenbecher sein? Duften Märzenbecher überhaupt? Ich fand sie schon immer schön, aber dass sie auch duften könnten, war jenseits meiner Vorstellung. Habe mir auch nie die Mühe gemacht an ihnen zu riechen (geben ja kein ÄÖ) und dann wachsen sie soweit unten und giftig sind sie ja auch noch - also nur für das Auge gedacht!

Neugierig geworden, nahm meine Freundin "hin-gebungs-voll" eine olfaktorische Prüfung am Objekt vor; ich zog es vor die Hanglage zu nutzen (war weniger anstrengend) - mit dem Ergebnis: ja, der Duft kommt von den Märzenbechern.

Die olfaktorische Prüfung

Das Prüfobjekt aus der Sicht der prüfenden Nase
Was erschnüffelten nun unsere Nasen? Süß, warm, pudrig, im Hindergrund nach Schokolade duftend, etwas vanilliges vielleicht noch dabei und dann war da noch dieser grüne saftige Geruch, wie von einem frischen Haselnusszweig, wenn die Rinde entfernt wird. In mir stieg ein Kindheitsbild auf: Sonntagmorgen am Feldrand, alles war still, frisch und klar, die Sonne schien und mein Opa schnitzte mir eine Pfeife und einen "Trompeter" aus einem Haselnußzweig. Er klopfte die Rinde lose und drehte sie vorsichtig ab und ich wartete gespannt auf meine  Trompete. Genau dieser Geruch mischte sich mit ein und gab dem Ganzen den Grund.
Je weiter verblüht die Märzenbecher waren, umso intensiver dufteten sie.
Was sie allerdings grundsätzlich brauchten, um ihren Duft zu verströmen, ist die Wärme der Sonne.


Als ich wieder zu Hause war bemühte ich das Internet für Informationen mit dem Ergebnis: die Märzenbecher sind "Frühjahrsdufter", der süße Duft ihres Nektars lockt Bienen und Schmetterlinge an. Ist für frühe Insekten die erste Nahrung und giftig (Blätter und Zwiebel) um nicht von anderen Tieren gefressen zu werden. Der Duft wird als nach Veilchen duftend beschrieben, da der botanische Name Leucojum vernum auch mit "weißes Veilchen des Frühlings" benannt wird, ein Frühlingsbote. Es gehört zur Pflanzenfamilie der Amaryllisgewächse und steht unter Naturschutz.
Übrigens, der begehrte Nektar ist nicht so leicht zugänglich, erst muß etwas gebohrt werden...

Der Nektarsucher

Der Imker, den wir unterwegs trafen, hatte für seine Bienen einen guten Platz gewählt, mitten in diesem Meer blühender Märzenbecher. Wie wohl dieser Honig schmecken wird?






... nicht weit von diesem wunderbarem Ort verbrachte einst Gothe eine Zeit. Sein Gedicht "An den Mond" soll hier entstanden sein.

Die Dornburger Schlösser mit dem "Goethe-Schloss" (li.)



So, nun noch meine eigenen Märzenbecher (aus dem Garten) auch sie möchten gesehen werden. Sind sie nicht schön meine Mädels?




PS: Kennt jemand die Duftmoleküle, die den Duft der Märzenbecher charakterisieren?

Die Begegnung mit der blauen Blume...und anderen Frühlingsboten

Gestern Morgen rief mich meine Freundin an und fragte, ob ich mitkäme auf den Fuchsturm, die Sonne würde scheinen. Ich fragte, wo scheint sie???
Der Himmel trug schon seit Tagen ein edles Grau und dieser Farbton nervte allmählich... Skeptisch sagte ich zu und siehe da, genau zur verabredeten Zeit gab es strahlend blauen Himmel und wunderbaren Sonnenschein - wie sie das wohl wieder gemacht hatte!

Der Fuchsturm 
Schon beim Ankommen auf dem Parkplatz sprang uns das vitale Pflanzenleben entgegen. Die Kornelkirsche trug Gelb und war schier "vor dem Platzen".



Die Natur steht so offensichtlich in den Startlöchern und möchte ihren neuen Reigen eröffnen - überall pralle Knospen an den Bäumen und Sträuchen.




Es ist einfach ein wunderschönes "Plätzchen" hier auf dem Fuchsturm, es ist altehrwürdiger Boden und der Kalkstein hat seinen besonderen Reiz in Form, Gestalt und Mystik.

Die alte Meeresschlange?

Das Auge schaut Dinge, die "bebildert" sind:

Das Umschlungene
Das Gekrüppelte und Festhaltende
Das Ruhende
Das Enge und das Weite
   
Und dann begegneten wir ihr: der BLAUEN BLUME - dem Leberblümchen.


Hepatica nobilis
Was für ein Leuchten zwischen dem alten braunem Laub. Intensives Blau bis Violett oder ein helles Blau, die Blätter satt grün, an der Unterseite violettrot oder in der Sonne blutrot leuchtend. Und dann diese kleinen Härchen an den Stengeln, so ein "fass mich ja nicht an"! Ist auch besser, denn a) steht dieses Blümchen unter Artenschutz und b) ist es im frischen "Zustand" reizend, dafür sorgt sein Protoanemonin (Haut und Schleimhaut reizend). So zart wie es scheint, so wehrhaft kann es sein.
Es gehört zur Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae) und wurde den Anemonen zu geortnet. 
Das Leberblümchen gehört mit zu den ersten Frühlingsblühern, seine Blütezeit währt ca. eine Woche, es wächst dabei phänomenal auf ca. 15 cm Stengelhöhe und es liebt kalkhaltigen Boden. 
Interessant ist auch, dass es sich selbst "wärmen" kann, dafür ist in den Blütenhüllblättern der violette Farbstoff Anthocyan zuständig, den mit seiner Hilfe ist es möglich Licht in Wärme umzuwandeln (s. Wikipedia).
Die Blätter haben eine vollendete geometrisch dreigelappte Form. In der alten Signaturlehre wurden die Blätter mit der Leber verglichen und damit galt das Leberblühmchenkraut als ein Mittel zum Heil und Wohle für Leber und Galle
Das Leberblümchen hat noch einige interessante Namen, wie z.B: Herzkraut, Herzfreude, Märzblümchen, Windblume usw.








Nachdem die Seele gute Nahrung durch das Schauen und Entdecken erhalten hatte, sollte es auch für den Gaumen einen Genuß geben. Den ersten Milchkaffee im Sonnenschein und dazu noch ein super leckeres Mahl. Es hat genau so gut geschmeckt, wie es aussah.




...und irgendwann ging es wieder in Richtung Parkplatz, jedoch zuvor wurde dem alten Bergfried noch ein Besuch abgestattet.



Ach, fast hätte ich es vergessen. Sie waren auch schon da:


Mittwoch, 7. März 2012

Emma und die Ätherischen Öle



Emma kam zu Besuch und inspizierte wie immer alle Räume. 
Im Arbeitszimmer reckte sie diesmal ihre Nase in Richtung „Öleschrank“ und wurde dabei immer länger und länger und länger – nicht die Nase, sondern Emma. Es war beim besten Willen nicht zu übersehen. 
Wir beobachteten dies und wollten wissen was sie denn suchte. Sollten es die ÄÖ sein? Ist das nicht zu viel Geruch für sie? Wie würde sie sich verhalten, wenn eine Kiste mit geschlossenen Fläschchen auf dem Fußboden steht, nähert sie sich ihr oder läuft sie weg?
Ich nahm eine Kiste aus dem Schrank, mit „Querbeet-Inhalt“ und stellte sie auf den Fußboden. 


Emma beobachtete mich aus sicherer Entfernung und lief gemächlich auf die Kiste zu. Beschnupperte die Kiste erst von außen und dann ging ihrer Nase mit einem guten Abstand über die Kiste. Ganz ruhig und sehr interessiert.
Ich dachte, so, das ist nun genug.


… aber Emma, führte ihre Nase weiter über die Fläschchen. 
Plötzlich hielt sie kurz inne und zielgerichtet packte ihre kleine Schnauze ein Fläschchen an der Kappe, zog es langsam heraus, drehte sich um und ging stolz mit ihrem Schatz in Richtung Korridor von Tannen… aus dem Maul baumelte dabei das Fläschchen …


Wir schauten uns an und nur die Augen hatten Worte: Das ist jetzt nicht wahr…oder? Der Mund blieb stumm und offen stehen…
Sie trug das Fläschchen ganz vorsichtig und gab es auch sofort her, beobachtete aber gespannt ob es geöffnet wird. Um zu schauen, ob es Zufall war, das sie genau dieses Fläschchen auswählte, hielt ich in größerer Entfernung die geöffnete Kappe in ihre Richtung, sofort kam ihre Nase in die Duftrichtung. 
Dieses Fläschchen stand in mitten gleich großer Fläschchen, d.h., es war nicht so leicht zu schnappen.
Erst als ein Tröpfchen mit etwas Olivenöl in den ihr vertrauten Händen verrieben war und sie daran lecken durfte, gab sie sich zufrieden…
Was hatte Emma nun für ein ÄÖ „gezogen“? Es war Ravintsara.
Eine Frage bleibt: Hat sie das ÄÖ nun für sich oder für uns ausgesucht?
Auf jedem Fall hat Emma ihre erste Prüfung zur Assistentin für ÄÖ hervorragend bestanden.