Sonntag, 23. Dezember 2012

Nusspralinen ganz schnell....

Eine Schachtel Pralinen vergessen und keine Lust mehr auf Geschäfte, also selbermachen.
In der "Landidee" fand ich vor einigen Tagen eine interessante Anregung.
Die Zutaten waren von der Plätzchenbäckerei noch da und los ging es.

...und so habe ich es gemacht:
80 Walnusshälften
60g Pistazien
125g geriebene Mandeln
60g feinen Zucker
2-3 EL Rosenhydrolat
1Tropfen Citrus medica (100% naturreines ätherisches Öl)
Schokoladenkuvertüre (zartbitter)

Pistazien ganz fein zerkleinern, geriebene Mandeln und Zucker dazu geben und vollständig vermischen, Einen Tropfen Citrus medica und das Rosenhydrolat (langsam) untermixen, bis eine marzipanähnliche Masse entsteht.
Walnusshälfte mit der Masse bestreichen und die andere Hälfte darauflegen und andrücken.
Kuvertüre im Wasserbad schmelzen und die gefüllten Walnusshälften darin eintauchen. Auf Backpapier legen und kaltstellen. Danach in Pralinenförmchen... Fertig!
Das Schwierigste bei alledem war, die Naschfinger unter Kontrolle zu halten...

Sie schmecken sooo wunderbar, erst ein wenig herb (Walnüsse), dann entfaltet sich, mit einer überraschenden Fülle, die Rose aus der Pistazien-Mandel-Masse, die Citrus medica mit ihrem vollmundigen Zitronen-Limetten-Bouquet tritt unmittelbar hinzu, das Schokoladige rundet das Ganze ab....




Freitag, 21. Dezember 2012

Im Höhler der Sinne ....in der Dunkelheit der Nacht

"Bitte, fassen sie das Führungsseil und dann tasten sie sich durch den dunklen Wald, Und wer sich nicht verläuft, kommt zum Kräuter- und Genußgarten..." So die Einladung am "Tag des weißen Stockes" an die Besucher.

Gedanken
Heute zur Wintersonnenwende umfängt uns die längste Nacht. Nur ca. 1/3 des Tages bleibt dem Licht, vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Gleichzeitig ist es der Wendepunkt, das Licht kehrt zurück, wir locken es mit Feuer, Kerzen und mit freudiger Hoffnung. Nun geht es langsam aber stetig  wieder aufwärts. Ein guter Grund zum Feiern!

Was aber ist der Sinn dieses Ganzen für Menschen, die in der Dunkelheit der Nacht leben, 24 Stunden tagein, tagaus? Hat die Wintersonnenwende und die Rückkehr des Lichtes für sie eine Bedeutung oder tragen sie unabhängig davon ein eigenes inneres "Licht": ein hörendes, fühlend-spürendes, erriechendes, tastend-begreifendes?

Wenn ich einen Menschen sah, der nach meinem "Wissen" blind, behindert und hilflos war, noch dazu wenn es sich  um junge Menschen handelte, beschlich mich Unsicherheit, Hilflosigkeit, Mitleid, großes Bedauern und das Gefühl etwas tun zu müssen. Gleichzeitig aber auch Bewunderung, er/sie traut sich mit diesem weißen Stock auf und sogar über die Straße... Unglaublich...!

Erste Begegnungen...
Das war der Stand meiner Erfahrung, bis zu dem Tag als ich eine Anfrage bekam: 'Ob ich, da ich ja so was mit Düften mache, zum "Tag des Weißen Stockes" eine Duftstrecke "bringen" könne?'  Der Blinden- und Sehbehindertenverband Gera wollt an diesem Tag Sehende mit dem Dunkel in ihrer Welt bekannt und vertraut machen. Alle Sinne sollten dabei angesprochen werden, außer einem, der Sehsinn.
Ich fand es sehr spannend und sagte leichtsinnig "ja"! ...was ich nicht wusste, es sollte in einem Geraer Höhler (hier) stattfinden.
 Das Projekt nannte sich "Höhler der Sinne" . Mein Part war die Nase mit Düften zu "berühren".

Das erste Treffen vor Ort war für mich so erlebnis- und erkenntnisreich, wie selten zu vor:
1. Eine schmale Wendeltreppe ist für Blinde kein Hindernis, sie haben einen Freund, ihren weißen Stock
    (und sie fallen auch nicht hinunter oder in den Rücken...)
2. Eine lange, steile ca. 400 jährige "naturbelassene" Treppe mit, zum damaligen Zeitpunkt,
    unterbrochenen Handlauf wird ohne Verluste zielstrebig bewältigt ...und auf "halber Treppe umkehren"
    passiert nur Sehenden, weil sie zu viel sehen...
3. Ein Höhler ist ein großer feuchter "Keller" ohne Luftbewegung. Alles was sich länger an diesem Ort
    befindet wird schimmeln!

Die Duftstunde
Im Vorfeld fand eine Duftstunde statt, denn ich wollte wissen, wie nehmen Blinde und Sehbehinderte Gerüche war. Es gibt Unterschiede in der Wahrnehmung: wer vor dem Verlust seines Sehsinnes schon einmal diesen Duft gerochen hatte und vielleicht dazu auch die Pflanze kannte, erkannte es wieder, man hatte ein "Referenzobjekt". Wer von Geburt oder Kindheit an blind ist, versuchte im Erleben mit kulinarischen Eindrücken den Duft zu benennen bzw. zu platzieren. So löste der Duft der Thymianpflanze plötzlich Begeisterung aus. Man lachte, redete fröhlich durcheinander und meinte: dass ist ja Pizzaessen in geselliger Runde...
Bei einem Fichtennadelduft kam es zu einem sehr berührenden Moment: ein junger Mann erinnerte sich an den Harzgeruch in der Tischlerwerkstatt (vor seiner Erblindung), in ihm müssen für einen Moment alle Bilder wieder lebendig geworden sein. Um diese Situation leichter zu bewältigen, gab ich ihn den Duft von Grapefruit und er entspannte sich sofort. 

Einblicke
Ich wollte mehr wissen und stieß bei meiner Suche auf Hellen Keller's "Meine Welt", in der die taubblinde amerikanische Schriftstellerin 1908 ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen beschrieb. Zwei Aussagen beeindruckten mich besonders: "Draußen erkenne ich durch Geruch- und Tastsinn den Grund, worauf wir gehen, und die Stellen, woran wir vorbeikommen, ... sind die Gerüche so gruppiert, dass ich den Charakter einer Landschaft wahrnehme..."

Das Konzept und die Umsetzung
Auf mich kam das große Fragezeichen eines "kleinen" Problems zu. Wie bekomme ich da eine Duftstrecke hin?
  • keine ausreichende Luftbewegung, um Duftmoleküle zu transportieren, also braucht es "Technik" 
  • sehr hohe Luftfeuchtigkeit (ca.80%), das hält kein technisches Gerät lange aus
  • nur nackte bröcklige "Kellerwände", wo etwas festmachen und wie?
  • wie,wo und was muß sicherheitsrelevant betrachtet und realisiert werden unter dem Umstand der vollkommenen Dunkelheit und unerfahrener Besucher...
  • welches Material kann zum Einsatz kommen für welchen Zeitraum
Da war viel Kreativität gefragt.
Ich entschloss mich eine Duft- und Taststrecke zu gestalten: den "Höhler-Wald" und den "Kräuter-Genuß-Garten".
Das Konzept wurde entwickelt und in Teamwork mit der Fa. Yves Lamontain hervorragend umgesetzt. Ohne diese tatkräftige und inspirierende Unterstützung wäre es nichts geworden. Das war mir so klar nach unserem schweißtreibenden Aufbautag. Die Zuweisung einer neuen Nische machte spontanes Umdenken vor Ort erforderlich, jegliche Planung war obsolet.

Im "Wald" wurden Naturmaterialien zum Befühlen eingesetzt (jeder mögliche Splitter usw. entfernt). Diese Materialien und eine sorfälltig gewählte temporäre Beduftung mit ätherischen Ölen ließen den Bereich dezent nach Wald duften

Die Kräuter-Duft-Strecke wurde mit bekannten vertrauten Kräuter zum Anfassen gestaltet. Natürlich war auch der angenehm assoziierte Thymian mit dabei, neben Rosmarin, Salbei u.a.  Die Düfte wurden so ausgewählt, dass sie weder große Ablehnung, bzw. "Gefühlsausbrüche" erwarten ließen. Beim Einsatz der ätherischen Öle als "Duftmittel", musste sichergestellt sein, dass sie nicht berührt werden können, um einen versehentlichen Augenkontakt mit dem ätherischen Öl zu verhindern.
Als alles fertig war kam der Probelauf, es zeigte sich, wo noch nachgebessert werden musste, denn was Sehende sehen, können Blinde nicht wissen... Es klappte dann prima und es waren Begeisterung und Ahh's zu vernehmen. Das "Saunieren" im Höhler beim Aufbau, hatten sich gelohnt.

Am "Tag des weißen Stockes":
Unsicherheit, etwas "Bammel" und vor allem Neugierde... sich nur auf die eigenen Sinne, den Tastsinn und den Geruchsinn zu verlassen, sich von ihnen "führen" zu lassen. "Geht denn das und wird das gut gehen?" Die wenigsten konnten sagen, welchen Baum sie gerade befühlten und welchen Geruch sie wahrnahmen.
Immer wieder wurde sich der Kopf zerbrochen, was das den sein könne Der Gedanke dabei war: Ich muß jetzt herausbekommen was es ist und es sagen können, dafür ist das doch hier... ! Erklärte man ihnen: nein sie müssen nicht sagen was es ist, sie brauche nur daran zu riechen und wahrzunehmen, wie sie es empfinden, änderte sofort die Situation und sie ließen sich auf die Düfte ein. Mir fiel auf, wenn "blind" gerochen wurde, entfaltete sich ein großes Potential an Wahrnehmung. Nannte man den Namen der Pflanze, dann fiel ein Schalter im Kopf um, es wurde eifrig repetiert, was man alles schon dazu gehört hatte.

Wichtiges und Ergänzendes
...der Hörsinn scheint ein wesentlicher Sinn bei der Orientierung in der Umwelt zu sein. Dafür waren, im unteren Höhler, Straßengeräusche installiert und die Füße konnten über unterschiedliche Straßenbeläge gehen... 

Ich möchte mich bei allen Beteiligten sehr herzlich bedanken, dass ich diese Gelegenheit hatte und viel Neues lernen durfte. 

Einen Hinweis noch zum Schluß, er ist eine Erkenntnis aus den Gesprächen:
Bitte Blinde und Sehbehinderten nicht einfach anfassen und "behilflich sein", sie weder über die Straße noch in den Bus zerren, sonder respektvoll ansprechen, ob Hilfe gewünscht ist. Kommt ein "Nein" ist es nicht persönlich gemeint, sondern drückt nur aus, dass dieser Mensch in seiner Welt mit seinen Fähigkeiten gut zu recht kommt und jetzt keine Hilfe benötigt. Mehr nicht.
 
...und wie sagte eine blinde junge Frau: 
"Eine wirkliche Hilfe bedarf einer vorherigen guten Kommunikation."


Die Treppen und die Umkehr...

Das Vorher und der Fortschritt

Der Wald entsteht

Der Fachmann, ohne ihn ging nichts!
Be-riechen und Be-greifen

Die Hände erkunden in sichtbar gemachter Dunkelheit

Thymian - Farvorit aus der "Duftstunde"

Montag, 17. Dezember 2012

Shea-Körpersahne zum "Anbeißen"...

Heute war Freundinnen-Rühr-noch-schnell-ein-Weihnachtsgeschenk-Tag. Auf dem Plan standen Körpersahne aus Sheabutter und Zuckerpeeling. Bepackt mit Gläschen, telefonisch bestellter Batterie für die Waage (ich hatte die Falsche gekauft) und freudiger Neugier (auf dieses unbekannte Terrain) trafen sie pünktlich ein. Alle Zudaten bereit gestellt, die Waage zu neuem Leben erweckt, Aufgaben verteilt und los ging es.

Beim Schmelzen der Sheabutter sah es nach einem Malheur aus. Es war zuviel von der Masse geschmolzen und aus dem Topf schaute eine weniger appetitliche gelben Flüssigkeit. Wir hatten wohl unterschiedliche Ansichten, ab wann geschmolzen geschmolzen ist.
Der Mixer gab sein Bestes, nur wollte die "Schlagsahne" nicht so recht entstehen, es schwabbelte so vor sich hin.
Die Rettung: noch etwas Sheabutter zugefügt und untergeschlagen und das Ganze für eine Weile ins Kalte gestellt. Die Konsistenz wurde wieder fester und das Sahneschlagen gelang, der Anblick war traumhaft. Die Farbe der Creme, wie gewünscht weiß.

Die Schlagbesen NICHT mit dem Finger abzustreifen oder gar abzuschlecken gelang nur mit größter Mühe an Zurückhaltung! Wir passten gut aufeinander auf.
Die Körpersahne duftete nach Grapefruit und jedes Kleckschen wurde sofort auf der Haut verrieben.

Meine Idee, das Vanillemazerat unterzurühren und mit Kakaoextrakt zu "würzen" blieb ohne Resonanz; 'ach nein, ich mag keine Vanille und der Kakaoduft ist es auch nicht...nur der Grapefruitduft soll es sein'
Aus dem Rest, machte ich für mich eine Mischung mit Grapefruit, Vanillemazerat und Kakaoextrakt, ein umwerfender Duft, zum an- und abbeißen. ...und plötzlich ging ein "ah" und "oh" durch die Reihen: 'ach ist das ein toller Duft...'

Zuckerpeeling 
Das Zuckerpeeling wurde aus weißen und braunen Zucker (prüfen, ob desen Eigengeruch passt) und Mandelöl hergestellt und jetzt natürlich unbedingt mit dem Schokoduft...

360g feiner Zucker mit 120g Mandelöl (Olivenöl, Sonnenblumenöl) und 20g Vanillemazerat gründlich vermischen bis eine pastenartige Konsistenz entsteht.
Die ätherischen Öle (4 Tr. Kakaoextrakt, evtl. 1Tr. Tonka, 5Tr. Blutorange) mit dem Mandelöl vermischen.
Zur "Verschönerung"  80g brauner Zucker als Schicht dazwischen streuen.
(Zucker mit Bio-Lebensmittelfarbe oder einen Teil der Zuckerpaste mit 2-3Tr. Sandornfruchtfleischöl einfärben, geht auch)
Na dann, streichelzarte Haut!

Da ich es einfach liebe, waren auch die Rezepturen nicht sehr aufwendig.
Die Inspiration, eine Körpersahne zu versuchen, kam aus Elianes Blog (hier)

Körpersahne aus Sheabutter
360g Sheabutter (der Geruch der naturbelassenen Sheabutter nicht gemocht und eine weiße Cremefarbe gewünscht wurde, kam raffinierte Sheabutter zum Einsatz) und  
50g natives Kokosöl
langsam schmelzen (z.B. im Wasserbad, Heizkörper), ca. 1/3 der Masse sollte geschmolzen sein, der Rest "angeweicht".
Nun mit dem Rührgerät (Schlagbesen) die Mischung wie Schlagsahne schlagen. Wenn sie anfängt steif zu werden dann immer etwas vom Mandelöl einfließen lassen (wie bei der Mayonnaiseherstellung).
Die Sahne vergrößert ihr Volumen sehr, deshalb das Gefäß reichlich auswählen.
Die fertige Körpersahne in saubere(!) Behälter füllen. Beschriften und fertig.
Das war auch noch darin:
175 g Mandelöl
    1 g  Tocopherol (Vitamin E)
 35 Tr. ätherisches Öl

Für eine umfassende Hautpflege ist die unraffinierte Sheabutter besser geeignet, da sie alle ihre wertvollen Pflegebestandteile noch hat.

Ach ja, eine  
Pflege-Schutz-Schüttel-Creme fürs Gesicht ist nebenbei noch entstanden:
40g unraffinierte Sheabutter
20g natives Arganöl
5 Tr. ätherisches Öl (Rose mit Grapefruit) ohne Solarium(!) und Sonnenbad(!) könnte Grapefruit die berühmten 6 Jahre jünger machen...
Sheabutter und Arganöl wurden auf der Heizung geschmolzen und dann kräftig in der Cremdose durchgeschüttelt.

Wir hatten einen tollen Nachmittag miteinander, dabei viel Spaß und zu Lachen gab es einiges...und es ist alles gut gelungen.

Shea-Körpersahne, gewogen, gerührt, abgefüllt...

...und verpackt.

Zucker-Peeling





Donnerstag, 6. Dezember 2012

Verführung im LANDCAFÈ Wildwuchs...

Seit mir dieser Kakao-Extrakt wiederbegegnet ist laufen mir "seine" Kakaobohnen, in den unterschiedlichsten Variationen, regelrecht hinterher. So auch gestern in Gestalt einer sündhaft verführerischen Schokotorte mit Birnen. So etwas wunderbares habe ich noch nie gegessen und ich kenne einige Schokoladentorten. Die Erinnerung an dieses genußvolle Schoko-Kunstwerk ist sogar jetzt noch gegenwärtig.
Der erste Gabelbissen setzte ein Feuerwerk auf Geschmacksknospen und Riechnerven in Gang.
Ich kann nicht sagen, was mehr faszinierte der Duft dieser Kreation oder das Geschmackserlebnis auf der Zunge. Eine sahnige Konsistenz, wie sie schmeichelhafter nicht sein konnte und dazwischen knackige Schokolade... Der pure Geschmack von Kakao, mit einem Hauch hintergründiger würzig-bitteren Note sowie einer leicht vanilligen Süße, versetzte mich in eine andere Welt. Da gab es nur noch Augen zu ... und durch. Unbeschreiblich!
Die fruchtigen Stückchen der Birne überraschten, neckten und verschmolzen sogleich mit der Schokolade... Das Ganze gut temperiert, mit der Kühle des Anfangs, erweckte unmittelbar ein wohliges Gefühl.
Die Sinne und die Glückshormone liefen auf Hochtouren...

Zur Krönung wurde der Kaffee am Tisch, aus einer richtigen Kaffeekanne, von der Inhaberin selbst eingeschenkt. Die Kaffeebohnen (einer regionale Kaffeerösterei), zuvor selbst gemahlen,der Kaffee von Hand frisch gefiltert. Ich war sprachlos, dass es so etwas noch gibt.

Von diesem Kleinod schwärmt mir meine AromaFreundin Manuela (hier) schon seit Monaten vor. ...und das mit Recht.
Das kleine LANDCAFÈ Wildwuchs (hier) ist ein echter Geheimtipp.
Alles was sich in diesem Cafe befindet strahlt, die Liebe, die Begeisterung und das Können seiner Inhaberin,Anja Rösler aus.
Das Auge erfreut sich an zig kleinen besonderen Dingen. Die Fächer des grünen Schrankes enthalten selbstkreierte Leckereien aus "Wildwüchsigem" und Fruchtigem...
Es gibt einen kleinen "Königin-Stuhl" mit rotem Samtpolster. Es gibt ein Sammelsurium an Stühlen und Ohrensessel neben dem Kamin-Ofen.
Selbst die "Örtlichkeiten" haben das Besondere, statt Papierhandtücher "bieten" kleine Frottehandtücher ihren Dienst an. Für jeden Gast ein neues...

Das ganze Cafè ist so individuell, herzlich und schön, dass ich sehr froh bin es kennengelernt zu haben.
Ein Abstecher von der A38 in Richtung Zwenkau zum Genießen mit allen Sinnen lohnt sich wirklich.

Der grüne Schrank und seine Schätze...
Die besondere Handlung...
Schokoladentorte & Co.
LavendelHerz und wärmendes...
...auch eine Tasse kann "aufsteigen"


Donnerstag, 29. November 2012

"eigenSINN" duftet...

...ein schöner und interessanter Abend ist vorüber. Ein kleines feines Publikum fand im Mode-Laden eigenSINN in der Jenaer Wagnergasse bei Marlis Mönnig zusammen. Zwischen extravagantem, femininem, schlichtem und edlem Kleidsamen, zwischen witzigen, farbenfrohen und wunderschönen Accessoires hatten für die Gäste tatsächlich Stühle ihren geordneten Platz gefunden. 
Neugierige Augen schauten... Was kommt da wohl jetzt? Nach einer freundlichen Begrüßung durch Marlis Mönnig, schwiegen die Worte und die Klangschale "sprach" in der Hand von Andrea Kliewer. Der Raum füllte sich mit Klang. An- und abschwellend, kraftvoll und engelsgleich zart. Aus der Klangschale verströmte ein Tröpfchen ätherisches Öl seinen Duft. Ein Moment der Stille, der Sammlung, des Ankommens war entstanden...

...und da ergriff die Wilde Möhre mit ihrem Karottensamenöl ihre Chance, flugs war sie auf dem Duftstreifen und gab sich dem gerochen werden hin! Es war das erste Mal, dass diesem Duft keine Abwehr entgegen trat. Er wurde als dunkel, tief und schwer jedoch ohne Unbehagen, als zentrierend, frisch und hell wahrgenommen. Ich stand schon mit einem Orangenduft bereit, für alle Fälle. Aber nein, wurde nicht gebraucht. 
Weshalb habe ich die kleine Wilde Möhre nicht zurückgehalten? 
Weil es ihre Zeit war. 
Am 23.11. begann ihre Zeit im Duftkreis (n.M.Henglein). Die Zeit in der die Pflanzen sich nach innen ziehen, die Menschen das Bedürfnis haben sich von unnötigen Aussenaktivitäten zurückzuziehen, sich "abschotten". Innenweltschau halten und ernüchternd begreifen, dass das was gewesen ist, der Sommer, die Farbenpracht, die Lichtfülle vorbei sind. Die Dunkelheit nimmt zu; Kerzen tragen das Licht durch diese Zeit, sie bewahren mit ihren warmen Licht Hoffnung. Menschen und Pflanzen sind in dieser Zeit Mutter Erde sehr nahe. Diese Zeit ist geeignet wieder Energie zu sammeln. Man schaut in Richtung neuer möglicher Ziele, erwägt Neuorientierung. Es sind Gedanken-Spiele ohne Handeln, es ist noch nicht die Zeit dafür. Geduld ist gefragt.
Dieses  Phänomen, der Akzeptanz des Karottensamenöls, macht mich neugierig. War es die Zeitqualität oder die Fügung, dass die Gäste im Lebenszyklus die "Neuorientierungszeit" erspürt haben ( fast alle hatten die 50 hinter sich gelassen) oder war es beides...

Als olfaktorischen Gegenpol beschwingte danach die Blutorange die Anwesenden. Dazu erklang ein chinesisches Musikstück, die Augen waren geschlossen und man ließ sich in Orangenhaine entführen.

Es war ein etwas anderer Duftabend. Alle Sinne wurden einbezogen und belohnt. Die Nase entdeckte Neues, die Ohren lauschten, die Hände befühlten, die Augen schauten und auch der Mund bekam seinen Genuß. Die Kombination Duft und Musik sind ein wunderbares Gespann. Es wird, in dieser Form, nicht der letzte Abend gewesen sein...
Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Vanila und Chocolati waren natürlich, wie erwartet ein duftendes Traumpaar,  sooo unwiderstehlich... 
Die Vanille läßt mir, seit der Vorbereitung auf diesem Abend, keine Ruhe mehr. Nahm ich doch als gegeben hin, dass die Schoten fermentiert werden das "Öl" daraus extrahiert wird, um "die" Vanille zu bekommen, wir wir sie kennen. Das die Blüten von Menschen-Hand "bestäubt" werden, daß sie sich nur einmal für 24 Std. dafür öffnen, war auch noch bekannt. Das Wie kannte ich nicht. So, daß z.B., die Blüte eine Zwitterblüte ist, die beiden "Geschlechter" durch eine Membran sicher von einander getrennt sind, daß diese Membran mit einem Kaktusstachel o.ä. zerstört wird, das männliche (Staubbeutel) und das weibliche (Fruchtstempel) mit Daumen und Zeigefinger zur Befruchtung zusammen gedrückt werden und als Zeichen der getanen Arbeit der männliche Staubbeutel ausgerißen wird, um ihn zur Abrechnung vorzulegen, und es ca. 8 Monate braucht bis die grünen Schoten ausgereift sind. Die Worte Defloration, Kastration und "Schwangerschaft" gehen durch den Kopf und noch mehr... 

Das möchte ich nicht vorenthalten: Banjo, mein kleiner schwarzfelliger Freund meldete sich demonstrativ beim Duft der Blutorange und verlangte unübersehbar nach diesem Duftstreifen. Ausgiebig geschnüffelt und alles war wieder gut, der Rest ließ ihn kalt.

Es gäbe noch so viel zu berichten, doch jetzt sprechen erst einmal die Bilder.
 
Andrea verwöhnte die Seele mit Klängen...
Im "eigenSINN" duftete es nach Orange, Zimt, Tanne, Vanille, Tonka, Kakao...und Frau Mönnig strahlt (re.o.)
Ein Duftkreis: Cardamom, Tanne, Orange, Vanille, Karottensamen, Nelke, Zimt
Die Wilde Möhre nutze die Gelegenheit und verstreute schnell ihre Samenfrüchte...
Vanille: mit "Diamantenflor" von Vanilin-Kristallen auf der Schote (li.o.) und der Samen im Fruchtmark (re.u.)
Die Tonkabohne (ganz und zermahlen) und eine antiquarische Kostbarkeit - ein "La Balance"


Habe irgendwo einmal gelesen, man solle eine Tonkabohne in die Geldbörse stecken, sie bringe Glück und ziehe mit ihrem Duft das Geld an.
Meine hat sich bei dieser Aktion leider aufgerieben... aber der Duft ist geblieben.

PS: Zur Tonkabohne hat Eliane Zimmermann einen Beitrag (klick hier) auf ihrem Blog eingstellt, der keine weiteren Worte bedarf...
Ein duftes Rezept und u.a. ein Bild von Kakaobohnen sind hier bei Sabrina zu finden.


Mittwoch, 21. November 2012

Der Duft der Liebe oder Schokolade ohne Kalorien

In Vorbereitung auf den "Duft-Abend" im eigenSINN am Freitag, den 23.11.2012 um 19:00 Uhr,


habe ich noch Wissenswertes über die Vanille gesucht. Sie wird an diesem Abend eine Duft-Rolle spielen.
... und das mit Vergnügen, nachdem ich auf eine wunderbare Legende aus Mexiko gestoßen bin.

Die Legende* berichtet, von einem wunderschönem Mädchen namens Vanila und dem Jüngling Chocolati, die in tiefster Liebe verbunden waren. Ein böser alter Zauberer, der in ihrer Nähe wohnte, konnte das Glück der Beiden nicht ertragen. Er war voller Neid und sprach eine Verwünschung aus, die das Glück der Liebenden auf immer und ewig zerstören sollte.
Er verwandelte Vanila in eine Blume und Chocolati in einen Baum.
Jedoch, ihre Liebe zu einander zerstörte selbst dieser böse Zauber nicht. Vanila umschlang ihren Geliebten als Liane und umhüllte ihn. Vanila fing an zauberhafte Blüten hervorzubringen und verströmte aus ihnen den Duft ihrer Liebe. Vanila und Chocolati waren für immer vereint.
Die Menschen, die die Früchte von Vanila und Chocolati pflückten, bereiteten daraus ein Getränk der Liebe. Es ließ Hass und Angst aus den Herzen der Menschen weichen und die Liebe konnte Einkehr halten.
...und deshalb gehört die Vanille in die und zu der Schokolade.

Ich mußte es ausprobieren, war viel zu neugierig geworden...
Habe im Schnellverfahren eine Vanilleschote(bio) in 30ml Mandelöl eingelegt und auf den Heizkörper gestellt. Die Vanilleschote habe ich der Länge nach aufgeschlitzt, damit das Vanillemark mit dem Öl mazerieren kann. Nach bereits drei Tagen war der Duft des Mazerates so "stark", dass es puren Genuß verströmte.
Heute habe ich aus meinen Altbeständen noch einen Kakaoextrakt gefunden und ein Tröpfchen davon auf einem Duftstreifen getan und dazu einen Tropfen Vanillemazerat gegeben.
Umwerfend! Sowas von lecker!
Es brauchte ein gutes Mass an Zurückhaltung, um nicht in den Streifen zu beißen. Ich verrieb es auf dem Handrücken und fiel regelrecht in dieses Schokoladen-Vanille-Feuerwerk. Werde mir daraus ein Körperöl herstellen und vielleicht steigt mein momentaner "Schokoladenhunger", kalorienoptimiert um...
Könnte mir auch gut vorstellen, 1/3 Vanillemazerat mit 2/3 nativen Kokosöl zu mischen und 1 -1,5% Kakaoextrakt dazuzugeben.
Aber VORSICHT - ANKNABBER-GEFAHR!!!

Bin sehr gespannt, wie diese einfache Zauber-Liebes-Mischung am Freitag ankommt.


*hier nacherzählt

Quelle: Die Legende habe ich auf S.153 (hier im Original) im Buch von Stefan Haag "Von Rosenöl und Sandelholz - Liebeskräuter und Elexiere aus aller Welt" (Kosmos-Verlag 2004) gefunden.



Donnerstag, 15. November 2012

Die Wilde Möhre - Teil 7 - Schmuck aus Eis

Aus der Kälte und dem Nebel der Nacht, entstand eine Kollektion für die Wilde Möhre. Bizarr hüllten die Kristalle aus Eis sie ein. Die Modelle standen ihr sehr gut...





Sonntag, 11. November 2012

Sheabutter, einmal kräftig geschüttelt...

Es musste sein, ich konnte nicht widerstehen: solch einfach Herstellungsweise und dann war da noch das Karottensamenöl... - ich habe es probiert und es ist gelungen.
Die Anregung kam vor einigen Tagen, als ich bei Eliane Zimmermann im Blog diese unkomplizierte Herstellung einer Handpflege las. Wie ein gutes Backrezept, man nehme und schüttle es kräftig und fertig ist der Schüttelteig.
Die Basiszutaten ähnlich, wie beschrieben verwendet, bei den ätherischen Ölen habe ich kreativ variiert. Herausgekommen ist  eine Handcreme mit einem Duft, der zum Träumen verführt. Ständig könnte ich an meinen Handrücken schnuppern...mmmhm, es riecht so gut! Und die Haut fühlt sich an, wie mit Samt überzogen, ich könnte mich glatt in meine eigenen Hände verlieben...
Was ist nun drin, in dieser November-Kuschel-Handcreme?
Da sind das ätherische Öl des Karottensamens, des Lavendels, der Geranie, von Rose/Grapefruit, der Immortelle, des Patchouli, der Lemon Myrtle (und als Irrtum die Melisse) zusammengekommen. Der Gesamtanteil der ÄÖ beträgt ca. 1,5%.

Die Sheabutter, als Grundstoff, habe ich unraffiniert verwendet, um das Spektrum ihrer natürlichen pflegenden Wirkstoffen verfügbar zu machen. Bisher hat mich immer der Geruch der unraffinierten Sheabutter gestört, ganz gleich, wie ich es "gemixt" hatte. Nicht so in dieser Variante, es ist nichts störendes übrig geblieben.
Um bereits geschriebenes zur Sheabutter nicht noch einmal "neu erfinden zu müssen", möchte ich auf diesen sehr inhaltsreichen und informativen Artikel verweisen.

Noch ein Wort zum "Irrtum" Melisse. Beim Zusammenstellen der ÄÖ, verwechselte ich die Immortelle mit der Melisse, auf dem ersten Blick sehen sie oberflächlich in ihrer Verpackung ähnlich aus, beim Hinzugeben hätte ich es merken müssen! Da ich aber gar nicht auf die Idee kam, daß es keine Immortelle sein könnte, stutze ich nur kurz und machte weiter (3 Mini-Pipetten-Tröpfchen). Der Kopf hatte entschieden - Irrtum ausgeschlossen! Ich habe etwas gravierendes unterlassen, ich habe die Nase nicht benutzt und das kann echt schief gehen!
Auch beim Arbeiten mit Begeisterung ist Aufmerksamkeit ein guter Begleiter.

Irgendwie passt diese Melisse dazu. Wer weiß, vielleicht möchte sie ihre Kraft über die Hände ins Herz geben...

Mein "Fehlgriff" bekommt allmählich Sinn.
Habe heute (12.11.12), in meinen Seminarunterlagen zur Integralen Osmologie (M.Henglein) etwas gesucht und da bin ich auf das Dream-Team Melisse  und Immortelle gestoßen. Sie sind Joker-Öle! Die Beiden decken große Bereiche ab.
Das Seelenöl Immortelle eingehüllt in den Schutzmantel der Melisse. Wunderbar!

Zum Verwechseln ähnlich...


Zu guter Letzt: es macht Sinn nach dem Eincremen der Hände nicht sofort an die Tastatur des PC o.ä. zu fassen, es gibt glänzend schimmernde Spuren...

So ist sie entstanden meine dufte "November-Kuschel-Handcreme":

Ein Schraubglas mit Deckel und unraffinierter Sheabutter ca.70g
...im Wasserbad geschmolzen.

...und ca.30ml Pflanzenöl dazu gegeben

...Aloe-Vera-Gel und Rosenhydrolat dazugegeben

...und schon mal kräftig geschüttelt. DECKEL FEST VERSCHLIEßEN!!!
...das fast vergessene Immortellenöl
...noch Ränder säubern und beschriften. Fertig!
Eine Gesichtscreme ist (von der Grundmasse) auch noch übrig geblieben, fürs glättende Entfalten. In ihr sind das Karottensamenöl, die Rose, der Lavendel und der Weihrauch, etwas frisches fehlt noch. Ein Tröpfchen Grapefruit vielleicht?

Donnerstag, 1. November 2012

Der Tag, an dem mein Blog ging...

Qualvolle Tage und Stunden, unendliche Telefonate, Mails, verzweifelte Versuche sie wieder zu bekommen, meine Blogs.
Ein unkonzentrierter Klick, ein Fehler und google teilt kurz und bündig mit: Das Konto wurde gelöscht ...und meine Blogs auch. Ratzebutz weg, weger ging es gar nicht!
Es dauerte eine Weile, bis ich es begriff: die sind wirklich raus, ein Jahr "Arbeit" pfutsch! (Natürlich hatte ich die Blogs nicht gesichert!!!)
Rausgeworfen aus der virtuellen Welt, nie existent gewesen, von der Bildfläche verschwunden, im Sinne des Wortes - das war hart! Ein Computer hatte entschieden über mein Weh oder Wohl und mit Computern kann man nicht reden, es erklären, um Schadensbehebung bitten oder irgend etwas, daß Hoffnung auf eine glückliche Wendung machen könnte. Mit Menschen geht das manchmal schon, Computer hingegen kennen nur "0" oder "1", eine Realität, die gruseln kann.

Ohne eine tolle und liebevolle Unterstützung würden diese Zeilen nicht zu lesen sein...  es gab einen Retter-Ritter in der Not.                               

DANKE von ganzem Herzen.

Gelernt habe ich folgendes: 
  • Sichere deinen Blog! (Wie es geht, ist hier zu lesen)
  • Sei achtsam bei dem was du gerade tust, es könnte Folgen haben, ungeahnte
  • ...und das virtuelle Fenster, zum Spielplatz der verlockenden bunten Welt , kann sich sehr plötzlich wieder schließen und "Aus ist die Maus"
  • Gehe lieber öfter mit deinen Freundinnen Kaffee trinken und genußvoll quatschen, denn sie kennen die "0" sowohl als auch die "1"...
Die Erkenntnis, einem Computerprogramm ausgeliefert zu sein, habe ich noch nicht ganz verdaut. Es erinnert mich an den Film: "Matrix".

Aber Ende gut, alles gut, da sind sie wieder, die Beiden.

Mittwoch, 19. September 2012

Eine Hummel und die Melisse - eine Geschichte

Diese wunderschöne Geschichte hat Ingrid Karner geschrieben, um Schulkindern zu erklären, weshalb Pflanzen Düfte produzieren. Sie ist so herzerfrischend... Danke, liebe Ingrid für dieses wortreich-duftende Geschenk.. auch für Erwachsene.
Hier geht es zur Geschichte:  "Das Geheimnis der Melisse"

Freitag, 14. September 2012

NEWS: Vernetzen ist schön

Wunderbar, es hat geklappt! Vernetzen ist doch was Schönes und hat für jeden etwas. 
Die DGAM  und die VAGA sind jetzt Kooperationspartner.

Gemeinsam, mit meiner Aromakollegin Tina Böhm und der Vorsitzenden der VAGA Ingrid Karner , legten wir viele Aroma-Freundschaft-Samenkörnchen, sie brauchten ihre gute Zeit und ...sind aufgegangen.
Das wird ein guter Austausch, vor allem für die GesundheitspraktikerInnen(BfG), die sich den ätherischen Ölen zugewandt haben und für alle die gern "Dufte" sind.
Liebe Grüße nach Österreich!



Mittwoch, 29. August 2012

Sie spricht für sich - die ROSE...

Die Sommerzeit vergeht, doch die Erinnerung an den Duft eines heißen Sommer-Sonntagnachmittages bleibt. So geschehen im Rosarium zu Glücksburg...

Es waren (alte) englische Duftrosen u.a., die mit ihrer Fülle und ihren Farben die Augen verführten und deren Duft die Nase betörte. An ihre Namen kann ich mich nicht mehr erinnern aber an ihren Duft...

Da waren sie,
die zarte Rosafarbene, mit einem Hauch von Palmarosa und Koriander und gefühlten Samtigem,
die strahlend Weiße, mit ihren rot-orange Knospen - Geburtstagsrose aus Kindertagen, ein Duft nach Birnenkompott mit Nelken - die "Identität" DER Rose...
die Sonnengelbe, mit dem noch schwebenden Geruch von feiner Seife auf frisch gewaschener Haut,
die zarte Altrosafarbene, mit ihrem grünen, frischen, apfeligen, etwas "Tschechischem" (Insider werden wissen...) typischen schwer zu beschreibenden Duft,
die Aprikotfarbene, mit ihrer sich ständig wandelnden Mischung aus zitronigem, süßem, herbem - wie ein Pizzelchen von Lemongras im Duft der Mairose,
die Pinkfarbene, mit ihrem überraschenden Duft nach süßen Lindenblüten,
und die kühle Rosafarbene, mit ihrer warmen orange-gelben Mitte - eine stolze Edle Dame mit der Erahnung des geheimnisvollen wilden hingebungsvollen Weibes - Geistvoll und Verführung pur...

Nun sollen die Bilder für sich selbst sprechen...

"Rosarium seaside-garden Glücksburg"





Eine Rose für die Rose...




Unübersehbar stand sie da, die "Stacheldraht-Rose" (Rosa omeiensis pteracantha) mit ihren leuchtend roten Stacheln und ihren unscheinbaren vierblättrigen reinweißen Blüten - ein eindruchsvoller Strauch. Einen Duft der Blüten zu erhaschen war unmöglich. Sie kam Ende des 19.Jhdt. aus China.
 


Eine Rose, wie aus Wachs gegossen - feste, glatte Blütenblätter, so exakt, dass ich mich fragte, ob sie echt ist. Leider war sie für die Nase geruchstechnisch unerreichbar.

 



... oh, es ist ja der 50. Blogartikel - er gratuliert sich mit diesen Rosen-Impressionen selbst, der Schlingel...